26.03.2018, 11:54 Uhr

Information über den aktuellen Stand Der Ringschluss kommt weiter vorwärts

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Infrastrukturprojekte benötigen einen langen Atem

REGION Der Erdinger Ringschluss ist ein Schlüsselprojekt für die Mobilität in der gesamten Flughafenregion. Mit diesem Vorhaben sollen unter anderem Regensburg, Landshut und Moosburg sowie der ganze Raum Südostoberbayern besser und schneller an den Flughafen angebunden werden.

„Eine längst überfällige Maßnahme“, ist Otto Heinz, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des Regionalausschusses Erding-Freising, überzeugt. Deshalb hat sich der Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung über den aktuellen Stand unterrichten lassen.

Während die sogenannte „Neufahrner Kurve“ voraussichtlich im Dezember dieses Jahres in Betrieb gehen kann, befinden sich die anderen Abschnitte noch in Planung. Wie Thomas Graf von der Autobahndirektion Südbayern erklärt, erwartet er für den ersten Abschnitt vom Flughafen bis Schwaigerloh „in Kürze“ den Planfeststellungsbeschluss. Der Flughafen selbst habe bereits begonnen, für den künftigen Bahnverkehr den bestehenden Tunnel nach Osten zu verlängern, so Graf. Mit dem Baubeginn könne 2020 gerechnet werden.

Für den weiterführenden Abschnitt bis zum künftigen Bahnhof am Fliegerhorst Erding soll in einigen Wochen das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

„Bei einem planmäßigen Verlauf kann 2022 oder 2023 mit dem Bau begonnen werden, die gesamte Bauzeit dauert rund sechs Jahre“, erklärt Graf. Der bisherige Erdinger Bahnhof soll städtebaulich entwickelt werden. Ab Erding bindet dann die „Walpertskirchener Spange“ den Flughafen in Richtung Mühldorf, Freilassing und Salzburg an. Die notwendigen Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren sollen im zweiten Halbjahr 2018 fertiggestellt werden.

„Infrastrukturprojekte benötigen leider einen sehr langen Atem – machen sich aber bezahlt. Gerade in unseren beiden Landkreisen ist die Bevölkerungszahl in den letzten Jahren erheblich gestiegen, dementsprechend muss auch der ÖPNV mitwachsen“, meint IHK-Vizepräsident Heinz. (pm)