01.08.2017, 13:51 Uhr

Bekämpfung der Drogenkriminalität Große Durchsuchungsaktion in Freisinger Asylbewerberunterkunft

Foto: Polizeipräsidium Oberbayern Nord (Foto:Schmid)Foto: Polizeipräsidium Oberbayern Nord (Foto:Schmid)

Bei den Ermittlern der Polizeiinspektion Freising verdichteten sich in den letzten Wochen die Erkenntnisse, dass mehrere Bewohner einer Asylbewerberunterkunft in Freising Betäubungsmittel besitzen und vorwiegend mit Marihuana auch Handel betreiben. Deshalb führte die Polizei am heutigen Dienstagmorgen eine großangelegte Durchsuchungsaktion in der Unterkunft durch.

FREISING Konkret richteten sich die Ermittlungen gegen vier Beschuldigte im Alter von 24 bis 32 Jahren aus dem Senegal, Somalia und Pakistan. In einem weiteren Fall sollte ein ebenfalls wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz bestehender Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Landshut gegen einen 24-jährigen Senegalesen vollzogen werden.

Im Vorfeld der Aktion hatte das Amtsgericht Landshut aufgrund entsprechender Anträge der Staatsanwaltschaft Landshut Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Ziel der am Dienstag in den frühen Morgenstunden durchgeführten Polizeimaßnahme war das Auffinden von Betäubungsmitteln und die Gewinnung weitere Erkenntnisse zu den vorliegenden Ermittlungsverfahren. Am Einsatz beteiligt waren rund 70 Polizeibeamte. Die PI Freising wurde unterstützt von Kräften der Bereitschaftspolizei aus München, Beamten der Kripo Erding und zwei Hundeführern des OED. Ein Staatsanwalt und eine Vertreterin des Landratsamtes begleiteten die Durchsuchungsaktion.

Drei der Beschuldigten trafen die Beamten gegen 6 Uhr in den Unterkünften an und nahmen sie vorläufig fest. Im Anschluss wurden sie bei der Polizeiinspektion Freising erkennungsdienstlich behandelt und zur Sache vernommen. Ein 32-jähriger Pakistani und der mit Haftbefehl gesuchte 24-Jährige waren nicht anwesend.

In einem Kleidungsstück, sonst vorwiegend in den Toilettenbereichen stellten die Beamten zumeist fertig verpackte Konsumeinheiten von Marihuana sicher. Teilweise war die Droge hinter Metallverschraubungen versteckt.

Einsatz- und Inspektionsleiter POR Ernst Neuner bedankte sich bei seinen Einsatzkräften für deren professionelles Vorgehen. In der Unterkunft sind derzeit insgesamt rund 350 Asylbewerber untergebracht. Während der Durchsuchungen kam es zu keinerlei Sicherheitsstörungen.


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