14.04.2017, 19:51 Uhr

Festnahme Rund 100.000 Euro mit geklauten EC-Karten abgehoben

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Im Januar 2015 sowie im Oktober 2016 und Januar 2017 kam es im Stadtteil "Am Hart" in München zu drei Serien von Diebstählen von zugesandten EC-Karten aus Briefkästen.

MÜNCHEN Unbekannte Täter entwendeten aus Briefkästen die von Banken übersandten Zahlungskarten sowie dazugehörige PIN-Briefe und nutzten anschließend die Karten zu missbräuchlichen Geldabhebungen an Geldautomaten in München und im Allgäu.  Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 100.000 Euro.

Im Rahmen von Ermittlungen konnten Überwachungsaufnahmen des Geldabhebers gesichert werden. Dessen Identität konnte zunächst allerdings nicht festgestellt werden. Eine Recherche des Fachkommissariats 74 ergab einen polizeilichen Vorgang aus dem Oktober 2016, bei dem ein Hausmeister die Polizei gerufen hatte, weil er beobachten konnte, wie eine männliche Person dem Postboten folgte und danach in die Hauseingänge verschwunden war. Die damals eingesetzten Polizeibeamten der Polizeiinspektion 47 (Milbertshofen) stellten die Personalien dieser verdächtigen Person fest. Aufgrund der vorliegenden Bildaufnahmen der Überwachungskamera konnte der Täter anhand der Personalien damit identifiziert werden. Sein Aufenthaltsort war jedoch zunächst unbekannt. Es konnte lediglich ermittelt werden, dass die Eltern des Tatverdächtigen in Kempten wohnhaft sind. Eine Auswertung der bisherigen Anzeigen von EC-Karten-Diebstählen aus Briefkästen ergab, dass der Täter überwiegend am Mittwoch unterwegs war und dabei eine Siedlung im Stadtteil „Am Hart“ bevorzugte.

Daraufhin wurde von zivilen Beamten anhand dieser Kenntnisse eine entsprechende verdeckte Aufklärlung durchgeführt. Tatsächlich konnte der gesuchte Tatverdächtige am 25. Januar festgestellt und festgenommen werden. In dem von ihm mitgeführten Rucksack wurde ein präpariertes Stück Draht vorgefunden, indem er offensichtlich die Sendungen aus den Briefkästen gefischt hatte. Gegen den festgenommenen 31-jährigen Täter aus Berlin erging ein Haftbefehl. Weiterführende Ermittlungen erbrachten den Nachweis, dass der 31-Jährige auch im Raum Rostock in gleicher Art und Weise tätig war. Der dort festgestellte Schaden beläuft sich auf rund 15.000 Euro.


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