20.04.2020, 12:05 Uhr

Hoher Besuch bei Himolla Schutzmasken und - kittel statt Polstermöbel

MdB Dr. Lenz (CSU), der Taufkirchner amtierende 1. Bürgermeister Hofstetter, die Himolla-Geschäftsführer Bestgen und Lehner, der im März neu gewählte Bürgermeister Stefan Haberl und MdB Nicole Bauer (FDP) im Gespräch (v. li.). F.: Abgeordnetenbüro Dr. LenzMdB Dr. Lenz (CSU), der Taufkirchner amtierende 1. Bürgermeister Hofstetter, die Himolla-Geschäftsführer Bestgen und Lehner, der im März neu gewählte Bürgermeister Stefan Haberl und MdB Nicole Bauer (FDP) im Gespräch (v. li.). F.: Abgeordnetenbüro Dr. Lenz

Die Bundestagsabgeordneten Nicole Bauer, FDP, und Dr. Andreas Lenz, CSU, machten sich beim Taufkirchner Polstermöbelhersteller ein Bild der Lage

Taufkirchen/Vils. Kürzlich besuchten FDP-Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer, CSU-Bundestagsabgeordneter Dr. Andreas Lenz, der Taufkirchner Bürgermeister Franz Hofstetter sowie sein Nachfolger Stefan Haberl den Polstermöbelhersteller Himolla. Hauptgesprächsthema mit den Geschäftsführern Ralph Bestgen und Thomas Lehner war vor allem die Corona-Krise.

Stefan Haberl zur digitalen Infrastruktur Himollas: „Ich sehe darin eine Chance, auch nach Corona Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten, zum Beispiel durch Videoschalten statt zeitaufwändiger Geschäftsreisen“, so der neu gewählte Bürgermeister. Bestgen pflichtete bei und führte als Beispiel die erste digitale Präsidiumssitzung der Möbelhersteller an. Trotzdem seien 70 Prozent der Polsterproduktion Handarbeit und bedürften der Präsenz qualifizierter Mitarbeiter, fügte Lehner an.

Nicole Bauer, die in Berlin unter anderem auch Mitglied des Wirtschaftsausschusses ist, stellte das Engagement der Taufkirchner Firma bei der Produktion von Schutzartikeln heraus, da das Unternehmen aktuell je 5.000 Schutzmasken und Kittel für medizinisches Personal herstellt. „Sie übernehmen Verantwortung für die Region: Das ist eine starke Leistung“, so die Abgeordnete. Sie rechne fest damit, dass das Know-How des Unternehmens über einen längeren Zeitraum hinweg gefragt sein wird. „Wir haben großes Interesse daran, die Produktion auch in Zukunft fortzuführen“, bekräftigte Lehner.

Dr. AndreasLenz lobte dabei vor allem das soziale Bewusstsein und die Hilfsbereitschaft des Unternehmens: „Sie haben es geschafft, die Produktion in kürzester Zeit umzustellen und machen damit keinerlei Profit.“ Nicht nur Taufkirchen profitiere von der Produktionsumstellung, sondern das gesamte Umland. Zudem möchte sich Lenz dafür einsetzen, dass die KfW-Kredite dem Unternehmen schnellstmöglich gewährt werden.

Beide Abgeordnete versprachen, sich auch in Berlin für das Unternehmen stark zu machen und das Engagement überregional publik zu machen. − we –