17.03.2020, 10:44 Uhr

Besonders hat getroffen: NGG fordert weitreichende Hilfe für das Gastgewerbe

Gerade Hotels und Gastronomie leiden auch in der Region erheblich unter den durch die Corona-Krise verursachten Umsatzeinbrüchen. F.: 123r.comGerade Hotels und Gastronomie leiden auch in der Region erheblich unter den durch die Corona-Krise verursachten Umsatzeinbrüchen. F.: 123r.com

Die Gewerkschaft NGG fordert einen Schutzschirm für Beschäftigte im Gastgewerbe sowie höheres Kurzarbeitergeld.

Region. Leere Hotels, geschlossene Restaurants: Das neuartige Coronavirus trifft die 240 Betriebe im Gastgewerbe im Landkreis Erding besonders hart – und damit auch die rund 3.900 Arbeitnehmer der Branche. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin und fordert einen Corona-Schutzschirm.

„Die meisten Kellnerinnen, Köche und Hotelfachangestellten müssen jetzt zu Hause bleiben. Zwar bekommen sie Kurzarbeitergeld, das aber nur bei 60 Prozent des ohnehin oft geringen Einkommens liegt. Für viele Betroffene geht das an die Existenz“, sagt Georg Schneider von der NGG-Region Rosenheim-Oberbayern.

Die Gewerkschaft ruft deshalb den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dazu auf, per Tarifvertrag eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergelds für die Branche auf den Weg zu bringen. In einigen Betrieben habe man bereits Vereinbarungen dazu getroffen. Ziel müsse sein, die Einbußen für die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten. Im Fokus stünden dabei auch Lebensmittelbetriebe: Hier setzt sich die NGG dafür ein, zusammen mit den Arbeitgebern zu betrieblichen Lösungen zu kommen.

Das neue Kurzarbeitergeld wurde in der vergangenen Woche im Rekordtempo von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Danach übernimmt die Bundesagentur rückwirkend ab März die Sozialversicherungsbeiträge für Betriebe, in denen mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Außerdem sagte die Bundesregierung betroffenen Firmen großzügige Kredite zu. „Gastronomen und Hoteliers sollten einen Teil der Hilfen für die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes einsetzen. Damit können auch Fachkräfte gehalten werden – die man nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder braucht“, so Schneider.

Was Beschäftigte jetzt wissen müssen – von der Kinderbetreuung bis zur Lohnfortzahlung – hat die NGG im Internet www.ngg.net/corona zusammengefasst.


0 Kommentare