07.08.2019, 15:47 Uhr

Jungreh war im Kanal „gefangen“ Ein nächtlicher Einsatz der anderen Art

Rutschige Kunststoffbahnen vereiteln Tieren abseits der Ausstiegshilfen das Verlassen des Kanals. (Foto: Thomas Gaulke)Rutschige Kunststoffbahnen vereiteln Tieren abseits der Ausstiegshilfen das Verlassen des Kanals. (Foto: Thomas Gaulke)

Suchaktion verlief ergebnislos

NIEDERNEUCHING Dieser Abend wird den Feuerwehren aus Ober- und Niederneuching, Moosinning und Erding sowie der Wasserwacht Erding bestimmt noch eine Zeit im Gedächtnis bleiben.

Am Dienstagabend, 6. August, gegen 21.15 Uhr hatte ein Spaziergänger die Einsatzkräfte darüber verständigt, dass ein Jungreh es scheinbar nicht schaffe, von selbst wieder aus dem Kanal zwischen Neufinsing und Niederneuching zu kommen. Das Tier hatte sich dort wohl zu erfrischen versucht. Das Problem in diesem Bereich sind mit Kunststoffbahnen ausgestattete Uferbereiche, die dem Tier einen Ausstieg aus eigener Kraft scheinbar unmöglich machten.

So wurden von Feuerwehr und Wasserwacht wenig später zwei Boote eingesetzt, die beide Ufer ausleuchteten. Fast zwei Stunden dauerte die – letztlich allerdings leider ergebnislose – Suchaktion.

Die Helfer vermuteten, dass sich das Tier entweder an einer bewachsenen Uferwand oder an einer der Ausstiegshilfen doch noch selbst retten konnte. Diese Ausstiegshilfen wurden vor ca. zehn Jahren nach einer Sanierung des Kanals angebracht, nachdem sich damals gehäuft Rehe in Notsituationen befunden hatten.

Bleibt zu hoffen, dass die Sache für das Tier ein Happy End genommen hat ...