21.05.2019, 12:48 Uhr

Kunst für das Terminal 1: Die Entscheidung ist getroffen


Wettbewerbssieger für „Kunst am Bau“ stehen fest

FLUGHAFEN Die Entscheidung zur Kunst am Bau für die Erweiterung des Termina l1 am Münchner Flughafen ist gefallen: Wettbewerbssieger sind die Salzburger Künstlerin Inge Dick für Wand-Gestaltungen in den Innenräumen, die Münchner Künstlerin Prof. Dorothea Reese-Heim mit Installationen für die Fluggastbrücken und der Frankfurter Künstler Klaus Staudt für die Ostfassade.

Nach einem Kunstkonzept der Eva Mueller Kunstberatung wurden neun Künstler/innen verschiedener Sparten nach dem Leitfaden Kunst am Bau des BMVBS ausgewählt, anonymisierte Entwürfe einzusenden. Eingeladen waren außer den Wettbewerbssiegern David John Flynn, Anna Ingerfurth, Horst Kuhnert, Margot Luf, Maria Rucker und Frank Zucht.

Die Jury bestand von Bauherrenseite aus den Geschäftsführern des Münchner Flughafens, Dr. Michael Kerkloh und Thomas Weyer; der Leiterin Bestandsimmobilien Terminal 1 Katrin Hennig; dem Gesellschafter der Generalplaner SOP Zbigniew Pszczulny und Moritz Auer, Gesellschafter von Auer und Weber als Vertreter des Gestaltungsbeirats am Münchner Flughafen.

Fachjuror/innen waren die Künstler/innen Michael Dillmann und Gloria Gans; Elisabeth Heindl im Vorstand des BBK Oberbayern; Rasmus Kleine, Leiter des Kallmann Museums Ismaning; Monika Renner, Vorsitzende des Akademie-Vereins München und Sebastian Schneider, bis vor kurzem Kurator am Lenbachhaus München, jetzt am Kunstmuseum Stuttgart.

Die Organisation und Moderation der Jury erfolgte durch die Kunstberaterin Eva Mueller.

Alle drei ausgewählten Künstler/innen beziehen sich mit ihren ganz unterschiedlichen Positionen und Werken auf die lichte und puristische Architektur. Sie nehmen damit Bezug zu den bestehenden und bedeutenden Kunstinstallationen wie der von Keith Sonnier. Sie führen den hohen Anspruch an eine kulturell und künstlerisch interessante Aufenthaltsqualität am Münchner Flughafen fort.

Die international renommierte Künstlerin Inge Dick visualisiert mit ihrer Arbeit „Lichtzeiten“ über Filmstills die unterschiedliche Farbigkeit des Lichts bei Tag und Nacht während der vier Jahreszeiten und kennzeichnet sie mit den jeweiligen Daten. Sie ermöglicht damit eine Wahrnehmungsebene, die dem menschlichen Auge sonst unmöglich ist.

Prof. Reese-Heim, bekannt für ihre raumgreifenden Installationen, wird mit fliegenden Objekten aus Glas und Stahl in den Fluggastbrücken vertreten sein. Sie bezieht sich auf die Faszination, die Künstler von Dürer über Kepler bis Tatlin für alle Flugobjekte und Himmelsbauten vereint.

Klaus Staudt wurde als einer der bedeutendsten Künstler der konkret-konstruktiven Kunst für die Gestaltung der Ostfassade ausgewählt, die damit eine klare, minimalistische Gliederung erhält.

Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH, zeigte sich mit dem Ausgang des Wettbewerbs sehr zufrieden: „Die ausgewählten Arbeiten korrespondieren durchweg mit dem hohen Qualitätsanspruch, den wir mit der Erweiterung verbinden. Damit gewinnt der Aufenthalt im Terminal 1 auch im Hinblick auf den Kunstgenuss der Reisenden noch einmal deutlich an Reiz.“