26.11.2018, 19:50 Uhr

Tarife gut nachverhandelt: Landkreis profitiert überwiegend von der MVV-Reform

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Weitere Verhandlungen für Fahrpreise von Kindern und Jugendlichen

ERDING Die Gesellschafterversammlung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) hat in ihrer Sitzung am 23. November der umfassenden Reform zur Vereinfachung des Tarifsystems zugestimmt.

Nach umfassenden Verhandlungen hat auch der Landkreis Erding ein für die Bürger insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis erreichen können. Für nahezu alle Fahrgäste mit Abokarten werden ihre Fahrten günstige, ebenso wie für viele Gelegenheitsfahrer.

Wesentliche Neuerungen gegenüber dem Beschluss der Gesellschafterversammlung im Juli 2018 für MVV-NutzerInnen im Landkreis Erding sind:

Alle Haltestellen, die für Zone 6 vorgesehen waren, werden nun auf die Zonengrenze 5/6 verschoben. Das bringt erhebliche Vorteile für die östlichen Kommunen des Landkreises. Grundsätzlich werden keine Kommunen mehr durch Zonengrenzen durchschnitten. In der letzten Überarbeitung wurden noch die Ortsteile Finsingermoos, Eichenried, Eching, Kempfing, Moosstetten, Lüß, Aufhausen, Singlding, Altham, Eichenkofen und Reisen noch in die gleichen Zonen wie ihre Kommunen gebracht. Außerdem wurde Walpertskirchen der Zonengrenze 4/5 zugeordnet. Die Lage auf einer Zonengrenze bietet den Vorteil, dass die Fahrgäste je nach Fahrtziel ihre Zone wählen können.

Der ursprüngliche Beschluss sah eine erhebliche Teuerung im Seniorentarif für weitere Strecken vor. Dies ist nun bereinigt: Senioren zahlen weniger oder zumindest nicht mehr als bisher. Es ändert sich die Altersgrenze auf 65 Jahre, dafür entfällt die Sperrzeit von 9 Uhr.

Jugendliche zahlen etwas mehr als bisher. Dies ist aber noch nicht der endgültige Tarif und es bleibt zu hoffen, dass es weitere Verbesserungen geben wird. Zusammen mit dem Freistaat wollen die MVV-Gesellschafter ein attraktives Ticket für Kinder und Jugendliche für Ausbildung und Freizeit einführen.

Teurer werden Einzelfahrten und Tageskarten für kürzere Entfernungen. Die Streifenkarte bleibt im Preis gleich und kann ggf. die Tageskarte ersetzen.

Landrat Martin Bayerstorfer betont: „Aus Sicht des Landkreises Erding war es sehr wichtig, dass nachverhandelt wurde. Für den Großteil der Fahrgäste bedeutet die Strukturreform eine finanzielle Ersparnis. Nur ein übersichtliches und faires Tarifsystem ist auch attraktiv und lädt noch mehr Menschen ein, das Auto stehen zu lassen und den ÖPNV zu nutzen.“