06.11.2018, 13:56 Uhr

Wallanlagen im Landkreis Erding Wanderung zu eindrucksvollen Geländedenkmälern

„Seltsame“ Geländeformen erklären sich als Überreste von Wallanlagen. (Foto: Koller Rudolf, AVE)„Seltsame“ Geländeformen erklären sich als Überreste von Wallanlagen. (Foto: Koller Rudolf, AVE)

Vermutlich frühmittelalterliche Überreste im Wald bei St. Wolfgang

LAPPACH Die Wälle und Gräben von frühmittelalterlichen, aus Holz und Erde erbauten Schutzburgen zählen zu jenen Geländedenkmälern, deren noch sichtbare Reste sich in Waldgebieten in Bayern mit am eindrucksvollsten erhalten haben. Im Landkreis Erding sind vier solcher Wallanlagen bekannt. Bei der geführten Wanderung mit Referent Rudolf Koller am Sonntag, 11. November, von 10 bis 13 Uhr geht es heuer zu der Wallanlage, die auf dem Gebiet der Gemeinde St. Wolfgang liegt. Der Wall mit vorgelagertem Hanggraben ist stellenweise bis zu einer Höhe von vier Metern erhalten. Eine genaue zeitliche Einordnung der Wallanlage ist noch nicht erfolgt, jedoch sprechen Form und Bauart des Walls für eine frühmittelalterliche Zeitstellung, die ihren Entstehungshintergrund in den unruhigen Zeiten der Ungarneinfälle des 10. Jahrhunderts haben dürfte. Treffpunkt ist an der Kirche St. Michael in Großschwindau (an der B 15, 1,5 km nördlich von St. Wolfgang, Landkreis Erding). Die Strecke beträgt ca. fünf Kilometer auf guten Wegen. Danach gern Einkehr im Gasthaus Schex in St. Wolfgang. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos. Festes Schuhwerk wird empfohlen.