21.10.2017, 23:26 Uhr

Widerstand Hilfloser 57-Jähriger wird plötzlich richtig aggressiv

Foto: BundespolizeiFoto: Bundespolizei

Donnerstagabend, 19. Oktober, wollten Bundespolizisten einem am Boden liegenden 57-Jährigen helfen. Dieser begann sofort, die Beamten zu beleidigen und nach ihnen zu schlagen und zu treten. Eine angeordnete Blutentnahme musste auf der Dienststelle durchgeführt werden. Letztendlich kam es zu einer Haftrichtervorführung.

MÜNCHEN Gegen 18 Uhr erlangte eine Meldung über eine hilflose Person am Bahnsteig in Giesing die Bundespolizei München. Als ein Streife den 57-Jährigen ansprach und sich ein Bild über seinen Gesundheitszustand machen wollte, fing der in München lebende Russe umgehend an, die Beamten zu beleidigen. Da sich der Mann weigerte sich auszuweisen, wurde er nach Dokumenten durchsucht. Dabei wollte er die Polizisten mehrfach schlagen und treten.

Nachdem der Münchner wiederholt versucht hatte, in seine Jackentasche zu greifen, wurde darin ein Tierabwehrspray gefunden.  Auf dem Weg zum Streifenwagen versuchte der 57-Jährige, den Transport zu verhindern, indem er sich mehrfach fallen ließ, sich mit den Beinen an Treppenstufen einkeilte, sich auch sonst körperlich sperrte und nach den Beamten spuckte. Letztendlich wurde er zum Kfz getragen.

Auch in den Räumen des Bundespolizeirevieres am Ostbahnhof München beruhigte sich der Mann nicht. Da der Russe derart renitent war, konnte er zum Zwecke einer vom Amtsgericht München angeordneten Blutentnahme nicht wie gewöhnlich in die Rechtsmedizin gefahren werden. Stattdessen wurde ihm das Blut von einer Ärztin – unter erheblichem Widerstand – in der Gewahrsamszelle abgenommen. Letztendlich entschied das Amtsgericht München auf eine Richtervorführung des Mannes.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung aufgenommen.


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