23.03.2017, 09:31 Uhr

Einreise verweigert Zurück auf die Insel: Kein politisches Asyl für vier Kubaner

Bundespolizisten am Münchner Airport überprüfen täglich die Dokumente von knapp 39.000 Passagieren unter anderem auf Fälschungsmerkmale. (Beispielbild) Foto: pmBundespolizisten am Münchner Airport überprüfen täglich die Dokumente von knapp 39.000 Passagieren unter anderem auf Fälschungsmerkmale. (Beispielbild) Foto: pm

Kein Geld und Perspektivlosigkeit nahmen vier Kubaner zum Anlass, gestern Abend am Münchner Flughafen Asyl zu beantragen. Nachdem sie sich einer Bundespolizistin im Transitbereich offenbart hatten, wurden die Umstände geprüft. Im Ergebnis müssen alle vier wieder zurück in ihr Heimatland nach Kuba fliegen.

FLUGHAFEN MÜNCHEN Der 23-jährige Kubaner sprach am Mittwochabend, 22. März, eine Bundespolizeibeamtin im Transitbereich des Terminal 2 an. Zusammen mit drei Familienmitgliedern wünschte er, einen Polizisten zu sprechen. Er sei von Varadero kommend in München gelandet und hätte einen gebuchten Anschlussflug nach Belgrad, den sie aber nicht angetreten haben. Nach Mitnahme zur Dienststelle machte der junge Kubaner klar, er wolle für sich und seine Familienmitglieder in Deutschland "asilo politico", also politisches Asyl beantragen.

Ob seiner Beweggründe befragt, gab der junge Mann an, sie können allesamt in Kuba nicht Medizin studieren und wollen deshalb eine Ausbildung in Deutschland machen, weil es in Kuba keine Perspektiven geben würde. Nach eingehender Prüfung des Sachverhaltes wurde festgestellt, dass hier offensichtlich kein Asylgrund im Sinne des Grundgesetzes vorliegt. Zudem waren alle Vier komplett mittellos. Den vier Kubanern wurde die Einreise verweigert und müssen heute ihren Rückflug in ihr Heimatland antreten.


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