24.10.2019, 10:30 Uhr

Pilstingerin läuft New York-Marathon Gabis Traum wird Wirklichkeit – 42,195 km durch den Big Apple!

So strahlen wie hier nach ihrem Marathon im letzten Jahr in München will Gabriela Sußbauer (Mitte) auch am 3. November, wenn sie – angefeuert von Familie und Freunden – nach 42,195 Kilometern durchs Ziel im New Yorker Central Park läuft. (Foto: privat)So strahlen wie hier nach ihrem Marathon im letzten Jahr in München will Gabriela Sußbauer (Mitte) auch am 3. November, wenn sie – angefeuert von Familie und Freunden – nach 42,195 Kilometern durchs Ziel im New Yorker Central Park läuft. (Foto: privat)

Sightseeingtour im Laufschritt: Gabriela Sußbauer aus Pilsting nimmt heuer zum ersten Mal am New York City Marathon teil.

PILSTING 42,195 Kilometer! Laufend! An einem Stück! Während die meisten wohl alleine schon beim puren Gedanken daran, Schnappatmung und Muskelkater bekommen, geht bei einer vor lauter Vorfreude der Puls nach oben: Gabriela Sußbauer aus Pilsting! Die 29-Jährige ist nämlich nicht nur begeisterte (Marathon-) Läuferin, sondern hat sich für ihre nächste sportliche Herausforderung ein ganz besonderes Event herausgesucht: Zusammen mit 60.000 anderen Läuferinnen und Läufern startet sie am 3. November beim „New York City Marathon“. „Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung“, strahlt die 29-Jährige.

Unter Langstreckenläufern gilt der Lauf im „Big Apple“ als einer der größten und faszinierendsten aller Marathons. Kein Wunder, führt die Strecke doch durch alle fünf New Yorker-Stadtbezirke – von Staten Island aus über Brooklyn, Queens und die Bronx nach Manhattan – durch imposante Häuserschluchten, auf der legendären Einkaufsmeile Fifth Avenue entlang und vorbei an Sehenswürdigkeiten und hunderttausenden jubelnden Zuschauern am Straßenrand. „Wenn das, was ich bisher im Fernsehen oder im Internet gesehen habe, nur ansatzweise zutrifft, dann wird der Lauf vor dieser Kulisse der absolute Wahnsinn“, freut sich Sußbauer, die auf ihrem Trip von Familie und Freunden begleitet wird.

Zehn Tage vor dem Rennen steckt sie noch mitten in den Vorbereitungen – auch wenn der härteste Trainingsteil schon hinter ihr liege, wie sie sagt. Mit einem Zwölf-Wochen-Intensiv-Plan hat sich die Pilstingerin neben ihrer Arbeit als Leiterin der Kita „Haus für Kinder BMW Strolche“ in Dingolfing auf das Marathon-Event vorbereitet. „Das bedeutet: 50 bis 60 Kilometer pro Woche nach der Arbeit laufen, dazu Krafttraining im Fitnessstudio und natürlich kein Alkohol. Ganz speziell auf die Ernährung geachtet wird dann eine Woche vor dem Lauf. Zunächst sind alle Kohlehydrate vom Speiseplan gestrichen, erst ab Tag 3 vor dem Start gibt‘s die dann wieder. Und dann richtig viele“, erzählt Gabriela Sußbauer.

Im Moment fühle sie sich sehr gut und fit. Das habe sie auch bei ihrem Halbmarathon vor eineinhalb Wochen in München gemerkt. Aber als Sportlerin weiß sie auch: Die Vorbereitung ist nur die halbe Miete, entscheidend sind auch die Tagesform und die mentale Stärke. „Als ich 2018 meinen ersten Marathon in München gelaufen bin, hab ich den Fehler gemacht, dass ich mich anfangs zu sehr an die schnellen Läufer rangehängt hatte. Da war‘s ab Kilometer 27 wirklich schon hart. Diesen Fehler werde ich in New York garantiert nicht noch einmal machen, sondern mein eigenes Tempo gehen.“

Und das ist wichtig: Denn im Gegensatz zu anderen Marathon-Strecken geht‘s im „Big Apple“ auf den 42,195 Kilometern nicht nur flach dahin. Es müssen auch fünf lange Brücken und Steigungen überquert werden. Dazu kommt noch der berüchtigte New Yorker Wind.

Für Bestzeiten ist die Strecke also eher ungeeignet. Doch darum geht es Gabriela Sußbauer auch gar nicht. „Natürlich wäre es schön, wenn ich schneller als im vergangenen Jahr in München mit 4 Stunden 55 Minuten wäre. Aber ganz ehrlich: Das Allerwichtigste ist für mich, ganz viel Spaß zu haben, die Atmosphäre auf der Strecke zu genießen, die Stimmung aufzusaugen und ins Ziel zu kommen!“

Welcher Marathon nach dem Lauf durch die US-Metropole als nächstes ansteht? Darüber hat sich die sportbegeisterte Pilstingerin bis dato noch keine Gedanken gemacht. „Ich ,befürchte‘ nur, dass der Marathon durch New York City so einmalig und überwältigend sein wird, dass das zu toppen echt schwierig wird“, lacht Gabriela Sußbauer.


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