05.07.2019, 08:26 Uhr

Auch Wallersdorf betroffen Bakterien im Trinkwasser gefunden – Wasser muss abgekocht werden

(Foto: Helmut Seisenberger/123rf.com)(Foto: Helmut Seisenberger/123rf.com)

Weil in einem Brunnen des Zweckverbandes Wasserversorgung Bayerischer Wald Enterokokken, die zu Infektionen führen können, festgestellt wurden, muss bis auf Weiteres das Trinkwasser in und um Wallersdorf sowie in den Landkreisen Deggendorf und Passau abgekocht werden.

WALLERSDORF Weil in einem Brunnen Enterokokken festgestellt worden sind, müssen die Bewohner einiger Städte und Gemeinden in den Landkreisen Deggendorf, Passau und Dingolfing (rechts der Donau) derzeit das Trinkwasser abkochen. Auch wenn nur 1 Einheit Enterokokken auf 100 Milliliter gefunden wurde, wird diese Maßnahme zum Schutze der Verbraucher durchgeführt.

Derzeit wird untersucht, ob sich die Verunreinigung in das Versorgungsnetz ausgebreitet hat, wie der zuständige Wasserzweckverband Wasserversorgung Bayerischer Wald mitteilt. Enterokokken sind Bakterien, die unter Umständen zu Infektionen führen können.

Konkret betroffen von dem Abkochgebot sind folgend Ortschaften:

Landkreis Dingolfing-Landau: Markt Wallersdorf

Landkreis Deggendorf: Gemeinde Aholming, Gemeinde Buchhofen, Gemeinde Künzing, Gemeinde Moos, Stadt Deggendorf (OT Natternberg, Fischerdorf), Gemeinde Otzing, Stadt Osterhofen, Stadt Plattling (OT Pankofen) Gemeinde Stephansposching, Gemeinde Wallerfing

Landkreis Passau: Markt Aidenbach, Gemeinde Aldersbach, Stadt Vilshofen

Abgekocht werden muss alles Wasser, welches zum Trinken, Waschen und Zubereiten von Obst, Gemüse, Getränken oder anderen ungekochten Nahrungsmitteln verwendet wird. Ebenso das Wasser, welches zur Herstellung von Eiswürfeln und Zähneputzen benutzt wird. Zur Körperpflege sollte zumindest bei Kleinkindern sowie Kranken oder immungeschwächten Personen ebenfalls abgekochtes und dann abgekühltes Wasser verwendet werden.

Zum Baden, Duschen, für Spülmaschine, Kaffeemaschine und Toilettenspülung könne das Wasser problemlos verwendet werden, heißt es in der Mitteilung des Zweckverbandes. Die Verantwortlichen hätten eine Desinfizierung des Leitungsnetzes veranlasst. Anschließend soll noch einmal eine Probe genommen werden.

 

+++ UPDATE von Freitag, 5. Juli - herausgegeben vom Wasserzweckverband Wasserversorgung Bayerischer Wald:

 

„Wie bereits am Donnerstag mitgeteilt, wurde bei einer (der wöchentlich stattfindenden) Beprobung eine Einheit Enterokokken im Trinkwasser, das aus dem Wasserwerk in Moos stammt, festgestellt.

Da unser Unternehmen streng nach dem Vorsorgegrundsatz handelt, wurden die mit der Gesundheitsverwaltung abgestimmten Maßnahmen unmittelbar umgesetzt.

Neben der Information der Bevölkerung wurde sofort begonnen, das Wasser zu chloren.

Durch die Chlorung erfolgt die Abtötung der Enterokokken.

Aus der Erfahrung heraus kann davon ausgegangen werden, dass nach dem Tagesverbrauch ab heute Abend nur noch gechlortes Trinkwasser beim Verbraucher ankommt.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben bleibt die Abkochanordnung solange bestehen, bis ein akkreditiertes Labor einen einwandfreien Befund bestätigt.

Der Befund wird für Montagmittag erwartet.

Der Verbraucher wird umgehend über das Aufheben der Abkochanordnung informiert.“

+++ UPDATE von Samstag,6. Juli, 10 Uhr - herausgegeben vom Wasserzweckverband Wasserversorgung Bayerischer Wald:

„Aktuell zu Ihrer Info: Nach der aktuellen Beprobung (jeder einzelne unserer 4 Brunnen, beide Stränge zu unseren Hochbehältern) durch unser Labor in der Trinkwasseraufbereitungsanlage Max Binder sind alle Proben ohne Befund. Also keine Enterokokken!

Außerdem ist das Chlor in der für eine vollständige Desinfektion notwendigen Dosis in den beiden Hochbehältern nachgewiesen.

Formal müssen wir das Ergebnis des akkreditierten Labors am Montag abwarten. Wir hoffen, dass dann endgültig Entwarnung gegeben werden kann.

Es gilt weiterhin die Abkochanordnung des Gesundheitsamtes Deggendorf.“


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