09.04.2019, 09:50 Uhr

Beste Absolventen ausgezeichnet Ein krönender Abschluss für 38 ehemalige Azubis

Die IHK ehrte vergangene Woche die besten Ausbildungs-Absolventen im Landkreis Dingolfing-Landau. (Foto: IHK Niederbayern)Die IHK ehrte vergangene Woche die besten Ausbildungs-Absolventen im Landkreis Dingolfing-Landau. (Foto: IHK Niederbayern)

Zur Leistungselite dürfen sich die 38 ehemaligen Azubis aus Dingolfing-Landau zählen, die ihre Abschlussprüfung mit der Note „sehr gut“ bestanden hatten – vergangene Woche hat sie die IHK Niederbayern für diese Spitzenleistung bei einer Veranstaltung in Marklkofen ausgezeichnet.

DINGOLFING-LANDAU „Mit Ihrem exzellenten Abschluss haben Sie sich selbst in die beste berufliche Startposition gebracht“, gratulierte ihnen Claus Girnghuber, Vizepräsident der IHK Niederbayern. Er betonte, dass durch die Auszeichnung ganz gezielt das Augenmerk auf die Leistungen der jungen Spitzenkräfte aus den Betrieben gelenkt werde. Ebenfalls würdigte er die Unterstützung der Auszubildenden durch ihre Familien, die Ausbilder in den Betrieben, die Berufsschule und letztlich die über 2.700 ehrenamtlichen Prüfer in der Ausbildung.

Auch Landrat Heinrich Trapp gratulierte den Prüfungsbesten: „Unsere Zukunft ist eng mit Menschen wie Ihnen verbunden, die außergewöhnliches leisten“, sagte Trapp. Die Qualität der Facharbeiter zeichne die heimische Wirtschaft aus – und das sei ein großer Vorteil. „Es ist wichtig, dass Sie Ihre Talente und Fähigkeiten entfalten“, appellierte daher der Landrat an die jungen Nachwuchskräfte.

Dass im vergangenen Jahr in Niederbayern 4.673 junge Leute ihre Ausbildung begonnen hatten, sei zwar als Plus von zwei Prozent zu verzeichnen, aber noch nicht als Trendwende zu sehen, erläuterte Girnghuber. Die Unternehmen suchten weiterhin nach neuen Azubis und würden eigentlich gerne mehr ausbilden. „Wir haben ein bestens funktionierendes Ausbildungssystem, um das wir weltweit beneidet werden“, betonte Girnghuber. Die Zahl der Schüler aber sinkt, auch ziehen sie nach der Schulausbildung oft einen höheren Schulabschluss oder ein Studium vor. Lange sei es versäumt worden, die Vorzüge einer hochwertigen Berufsausbildung in der Öffentlichkeit zu bewerben. Die Betriebe reagieren auf die weniger werdenden Bewerbungen mit Praktikumsplätze und verbessertem Ausbildungsmarketing, neue Zielgruppen sollen ebenfalls erschlossen werden.

Aktuell könnten in Niederbayern rund 6.000 Stellen für exzellent ausgebildete Fachleute aus der beruflichen Bildung nicht besetzt werden, beklagte der IHK-Vizepräsident. Auf dem Arbeitsmarkt fehlen ihm zufolge deutlich mehr Praktiker aus der beruflichen Bildung als Akademiker. Deshalb stellte Girnghuber den enormen Nutzen in den Vordergrund, den die Absolventen, Unternehmen und zuletzt auch die Gesellschaft aus einer Ausbildung ziehen: „Die Wirtschaft wartet auf Sie“, sagte er an die Prüfungsbesten gerichtet.


0 Kommentare