26.03.2018, 10:00 Uhr

Freisprechungsfeier der Kfz-Innung „Ein Freudentag für Junghandwerker im Kfz-Gewerbe“

Die Prüfungsbesten wurden im Rahmen der Freisprechungsfeier besonders geehrt. (Foto: KFZ-Innung Niederbayern)Die Prüfungsbesten wurden im Rahmen der Freisprechungsfeier besonders geehrt. (Foto: KFZ-Innung Niederbayern)

In der Dingolfinger Stadthalle hat die Kfz-Innung Niederbayern am Freitagabend die Absolventen im Kfz-Techniker Handwerk freigesprochen

DINGOLFING Sie haben Beeindruckendes geleistet und die Weichenstellungen für ihre berufliche Zukunft gelegt – dafür konnten sich Junggesellinnen und -gesellen aus ganz Niederbayern nun zurecht feiern lassen: In der Dingolfinger Stadthalle hat die Kfz-Innung Niederbayern am Freitagabend die erfolgreichen Absolventen im Kfz-Techniker Handwerk freigesprochen. Nach der gelungenen Premiere der Freisprechungsfeier im vergangenen Jahr wollte die Innung ihrem Berufsnachwuchs auch heuer ganz offiziell zum Bestehen der Prüfungen gratulieren. „Die Freisprechungsfeier ist ein Zeichen der Wertschätzung. Wir wollen die Leistungen der Absolventen in feierlichen Rahmen würdigen“, so Innungs-Geschäftsführer Josef Huber, der die rund 350 Gäste moderativ durch den Abend begleitete.

Zu Beginn zogen die Absolventen unter dem lauten Applaus ihrer stolzen Verwandten, Partner und der Ehrengäste in die Halle ein. Hier wurden sie von Obermeister Michael Krammer in Empfang genommen. „Der heutige Tag ist ein Festtag für uns alle! Für Sie, liebe Junghandwerkerinnen und Junghandwerker, weil Sie Ihren Gesellenbrief erhalten. Für alle anderen, weil wir das mit Ihnen feiern dürfen und weil dieser Gesellenbrief das sichtbare Ergebnis von viel Arbeit, Mühen und Hirnschmalz ist“, sagte er. Krammer freute sich sichtlich darüber, dass im vergangenen Jahr insgesamt 282 Absolventen ihre Ausbildung als Kfz-Mechatroniker in den fünf Fachrichtungen erfolgreich abgeschlossen hatten. Diese Azubis seien der Beweis dafür, „dass wir auch in Zukunft in unseren niederbayerischen Werkstätten und Autohäusern genügend gute und qualifizierte Fachkräfte haben.“ Und die würden dringend gebraucht. Denn trotz des Diesel-Skandals sei es eine Tatsache, dass es auch künftig in Niederbayern ohne Auto nicht gehen werde. „Es wird nur etwas anders sein. Wahrscheinlich vermehrt elektrisch angetrieben, mutmaßlich autonom fahrend, umweltfreundlicher und hoffentlich noch sicherer als heute schon. Aber ganz sicher von hoch qualifizierten Fachleuten wie Ihnen im Service betreut und auch repariert“, so der Obermeister. Auch Festredner Dr. Georg Haber, Präsident der Handwerkskammer (HWK) Niederbayern/Oberpfalz, bescheinigte den Absolventen, dass sie einen Beruf mit Zukunft gewählt haben. In seinem Loblied auf das Handwerk stellte er eindrücklich heraus, dass das Handwerk nach wie vor die „Wirtschaftskraft von neben“ und die betriebliche Ausbildung der Schlüssel für eine gute berufliche Zukunft seien. Haber sprach aber auch den Fachkräftemangel an, der schon deutlich zu spüren sei. „Obwohl die Handwerksbetriebe in höchstem Maße ausbilden, fehlen Fachkräfte quer durch alle Berufssparten“, so Haber. Umso wichtiger sei der Handwerkernachwuchs.

„Der ganz besondere Erfolg der Unternehmen ist von den Mitarbeitern abhängig. Ohne Sie hätte unser Handwerk keine Zukunft“, so Haber zu den erfolgreichen Absolventen. Er rief die jungen Frauen und Männer abschließend dazu auf, die Freude an ihrem Beruf stolz nach außen zu tragen. Wie das in der Praxis funktionieren kann, bewies Gesellenvertreter Johannes Parzefall bei seiner kurzen Ansprache. Einen besonderen Dank richtete er im Namen seiner Mitstreiter an alle, die die Junghandwerker in den vergangenen Jahren tatkräftig unterstützt haben. „Die Ausbildung hat sich auf jeden Fall gelohnt. Mit ihr haben wir einen Baustein für unsere Zukunft gelegt“, so Parzefall.

Schließlich war der besondere Moment der Feierstunde gekommen: HWK-Präsident Haber sprach die Junggesellinnen und -gesellen frei und überreichte ihnen gemeinsam mit Obermeister Krammer ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse. 19 junge Frauen und Männer wurden dabei besonders geehrt: Sie hatten in ihren jeweiligen Fachrichtungen Top-Leistungen abgeliefert und wurden als Prüfungsbeste ausgezeichnet.

Neben der Verleihungszeremonie hatten die Freisprechungsfeier aber noch weitere Höhepunkte zu bieten. Die Mitglieder der Gruppe „KONTAKT“ aus Unterfranken brachten mit Mülleimern, großen blauen Wassertonnen, alten Fahrzeugteilen und jeder Menge Besen eine furiose Rhythmus-Show auf die Bühne, die vom Publikum begeistert beklatscht wurde. Die musikalische Umrahmung der Feier übernahmen Musiker der Dingolfinger Musikschule. Beschlossen wurde der Abend schließlich mit einer Verlosung. Dank der Unterstützung vieler Sponsoren konnte die Innung hochwertige Preise unter den Absolventen verlosen.


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