Formel 1

Hamilton in Sozialen Medien rassistisch beleidigt

19.07.2021 | Stand 19.07.2021, 11:30 Uhr

Wurde während und nach dem Formel-1-Rennen in Silverstone mehrfach in den Sozialen Medien rassistisch beleidigt: Lewis Hamilton. Foto: Tim Goode/PA Wire/dpa

Rekordweltmeister Lewis Hamilton ist während und nach dem Formel-1-Rennen in Silverstone mehrfach in den Sozialen Medien rassistisch beleidigt worden, teilten die Formel 1, der Motorsport-Weltverband FIA und Hamiltons Rennstall Mercedes in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Die Beschimpfungen standen im Zusammenhang mit der Kollision des Engländers mit Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Der Niederländer schied aus, Hamilton gewann trotz einer Zehn-Sekunden-Strafe für das Manöver den Grand Prix.

Der britische TV-Sender Sky berichtete von rassistischen Mitteilungen wie «Affen-Emojis», die als Antwort auf einen Instagram-Post gesendet wurden, in dem Mercedes den Erfolg Hamiltons am Sonntag feierte.

«Die Formel 1, die FIA und das Mercedes-AMG Petronas F1 Team verurteilen dieses Verhalten auf das Schärfste. Diese Leute haben keinen Platz in unserem Sport und wir fordern, dass die Verantwortlichen für ihre Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden», hieß es in der Erklärung.

Das Team Red Bull hat die rassistischen Beleidigungen gegen Hamilton verurteilt. «Auch wenn wir auf der Strecke erbitterte Rivalen sein mögen, sind wir alle vereint gegen Rassismus», schrieb der Rennstall von Verstappen. «Wir verurteilen rassistische Beleidigungen jeglicher Art gegenüber unserem Team, unseren Konkurrenten und unseren Fans.»

Red Bull sei «angewidert und traurig über die rassistischen Beschimpfungen, die Lewis gestern nach der Kollision mit Max in den Sozialen Medien erdulden musste. Dafür gibt es niemals eine Entschuldigung, dafür ist in unserem Sport sicherlich kein Platz und die Verantwortlichen sollten zur Rechenschaft gezogen werden.»

Der siebenmalige Weltmeister bezieht regelmäßig gegen Rassismus und Ausgrenzung Position. «Die Formel 1, die FIA, die Fahrer und die Teams arbeiten daran, einen vielfältigeren und inklusiveren Sport aufzubauen, und solch inakzeptable Fälle von Online-Missbrauch müssen aufgezeigt und beseitigt werden.»