Verbandskrise

Eberl: Gladbach kann sich nicht mehr mit DFB identifizieren

14.05.2021 | Stand 16.05.2021, 9:12 Uhr

Bernd Thissen/dpa

Geschäftsführer Max Eberl von Borussia Mönchengladbach hat angesichts der Führungskrise im Deutschen Fußball-Bund einen Neuanfang verlangt.

«Wir müssen im deutschen Fußball frische neue Leute finden, die sich nicht mehr in Machtkämpfe verstricken – und stattdessen endlich nachhaltig die wichtigen Themen angehen, die den Fußball begleiten werden», sagte Eberl in einem Interview von «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten».

Es könne nicht sein, dass die Amateurvereine bis heute nicht wüssten, wie der Fußball in ihrem Bereich weitergehe, weil sich die Verantwortlichen im DFB bisher mehr an ihren Posten geklammert hätten, als sich über die wichtigen Dinge des Fußballs Gedanken gemacht zu haben, ergänzte Eberl. Für seinen Club sagte der 47-Jährige: «Es ist so, dass wir uns als Verein Borussia Mönchengladbach gerade nicht mehr mit dem DFB identifizieren können, wir können die ganzen Intrigen und Machenschaften nicht verstehen und nachvollziehen.»

Nach monatelangen Querelen wird es an der DFB-Spitze in den kommenden Monaten einen radikalen personellen Schnitt geben. Gesucht wird nicht nur ein Nachfolger für den bisherigen Präsidenten Fritz Keller. Generalsekretär Friedrich Curtius wird ebenfalls gehen, Vizepräsident Rainer Koch und Schatzmeister Stephan Osnabrügge werden beim nächsten Bundestag nicht mehr zur Wiederwahl antreten.