Frauenfußball

DFB-Präsident: Fußballerinnen «strukturell benachteiligt»

23.03.2021 | Stand 23.03.2021, 9:40 Uhr

Arne Dedert/dpa

DFB-Präsident Fritz Keller hat anerkannt, dass Fußballerinnen in Deutschland «teilweise immer noch massiv strukturell benachteiligt» werden.

Entsprechend zitiert wurde Keller in einer Mitteilung des DFB nach einem Gespräch mit den beiden Nationalspielerinnen Alexandra Popp und Almuth Schult. Beide Fußballerinnen hatten zuletzt wie viele andere Kritik am Umgang mit dem Fehlverhalten von Gladbachs U23-Trainer Heiko Vogel geübt. Vogel war nach einem Spiel gegenüber Schiedsrichterinnen ausfallend geworden und sollte daraufhin zur Strafe unter anderem sechs Trainingseinheiten von Frauen- oder Mädchenmannschaften leiten.

«Es war ein wertvoller und offener Austausch, in dem es darum ging, welche Steine unseren Fußballerinnen in den Weg gelegt werden», sagte Keller. «Sie werden teilweise immer noch massiv strukturell benachteiligt. Das ist nicht akzeptabel. Die unmögliche Aussage und die darauffolgende unbegreifliche "Strafe", das Training einer Frauenmannschaft zu leiten, sind nur Ausdruck im Fußball leider auch heute noch viel zu weit verbreiteter Denkmuster», meinte Keller. Es sei wichtig, gemeinsam dagegen anzukämpfen. «Ich habe unseren Spielerinnen dabei meine volle Unterstützung zugesagt.»