138. Session des IOC

Bach: Olympia gibt «Menschen Vertrauen in die Zukunft»

20.07.2021 | Stand 20.07.2021, 14:03 Uhr

Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Foto: Ding Xu/XinHua/dpa

IOC-Chef Thomas Bach hält die Olympischen Spiele in Tokio für ein wichtiges Signal in der Corona-Pandemie. Olympia werde «den Menschen Vertrauen in die Zukunft geben», sagte der 67-Jährige in Japans Hauptstadt zum Auftakt der 138. Session des Internationalen Olympischen Komitees.

Die um ein Jahr verschobenen Sommerspiele werden trotz anhaltender Corona-Sorgen in Tokio ausgetragen. «Wir hatten jeden Tag Zweifel», bekannte Bach und berichtete von «schlaflosen Nächten».

Zu Beginn der Session hielten die IOC-Mitglieder eine Schweigeminute für die Opfer der Corona-Pandemie ab. Sich nach langen Monaten wieder persönlich wiederzusehen, sei «ein sehr spezielles und emotionales Gefühl», sagte Bach. Nun sei die olympische Bühne für die Athleten bereitet, «um zu strahlen und die Welt zu inspirieren».

Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga, der wegen seiner Corona-Politik in der Kritik steht, sprach in seinem Grußwort von einem «Ausgang nach einem langen Tunnel». Die Bedeutung der Spiele von Tokio werde durch die schwierigen Umstände «weder belastet noch verringert», beteuerte Suga. Man werde die Gesundheit und Sicherheit der japanischen Bevölkerung ebenso schützen wie die der Olympia-Gäste aus dem Ausland.

Auch Tokios Gouverneurin Yuriko Koike versprach, Olympia und die danach folgenden Paralympics zu einem Erfolg machen zu wollen. Wegen der besorgniserregenden Corona-Lage in Japan und vielen anderen Ländern stehen die Olympia-Macher von Tokio seit langem in der Kritik. Für den gesamten Zeitraum der Sommerspiele gilt in der Metropole der Corona-Notstand, Zuschauer sind in den Arenen nicht zugelassen.

Die IOC-Sessin hat das olympische Motto erweitert. Künftig heißt es nicht mehr nur «schneller, höher, stärker», sondern «schneller, höher, stärker - gemeinsam». Diese Änderung wurde ursprünglich von IOC-Präsident Bach vorgeschlagen. Die olympische Charta wird nun entsprechend geändert. Das bisherige Motto (Latein: «citius, altius, fortius» - neu: «citius, altius, fortius – communiter») geht auf einen Vorschlag von Pierre de Coubertin, dem Gründervater der modernen Olympischen Spiele zurück.

Bachs begründete seine Idee zur Änderung des Mottos mit einer stärkeren Verpflichtung zu mehr Solidarität. Niemand könne die Herausforderungen der modernen Welt mehr allein bewältigen, hatte der 67-Jährige erklärt.