Zwischen Frankfurt und Köln

Mehrjährige Haftstrafe für Sabotage an ICE-Schnellstrecke

29.03.2021 | Stand 29.03.2021, 14:39 Uhr

Andreas Arnold/dpa

Wegen versuchten Mordes muss ein Mann für fast zehn Jahre ins Gefängnis. Der 52-Jährige hatte zahlreiche Schrauben an einer viel befahrenen ICE-Strecke gelöst.

Rund ein Jahr nach einer Sabotage an der ICE-Schnellstrecke zwischen Frankfurt und Köln ist der Täter am Montag vom Wiesbadener Landgericht zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden.

Der Mann muss wegen versuchten Mordes für neun Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Der heute 52-Jährige hatte Mitte März 2020 bei Niedernhausen Schrauben von den Schienen abmontiert, um einen Zug entgleisen zu lassen. Mehr als 400 Züge passierten an mehreren Tagen in hohem Tempo die gefährliche Stelle, bis zwei ICE-Lokführer am 20. März aufmerksam wurden. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 13 Jahren gefordert, die Verteidigung plädierte auf Freispruch.