Bundeswehr

Neues Werkstatt- und Aufenthaltsgebäude am Standortübungsplatz Leiblfing fertiggestellt

16.03.2021 | Stand 18.03.2021, 16:00 Uhr

Das neue Werkstatt- und Aufenthaltsgebäude am Standortübungsplatz Leiblfing ist fertiggestellt. Foto: Staatliches Bauamt Landshut

Gut eineinhalb Jahre wurde daran gearbeitet, nun ist es fertig, das neue Werkstatt- und Aufenthaltsgebäude am Standortübungsplatz Leiblfing. Vergangene Woche übernahm die Bundeswehr den Neubau vom Staatlichen Bauamt Landshut. Insgesamt investierte die Bundesrepublik Deutschland in die Maßnahme rund 2,25 Millionen Euro.

Von Staatliches Bauamt Landshut/Pressemitteilung

Leiblfing. Das bestehende Werkstattgebäude war nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren und zu erweitern und musste daher einem Neubau weichen. Um den laufenden Betrieb während der Bauzeit aufrecht zu erhalten, wurde für die Mitarbeiter für die Dauer der Baumaßnahme eine Containeranlage errichtet. Die Bauarbeiten starteten im Mai 2019 mit der Errichtung der Containeranlage und dem Abbruch des Bestandsgebäudes. Nach eineinhalbjähriger Bauzeit wurde der Neubau fristgemäß im Dezember 2020 fertiggestellt und im März 2021 an die Bundeswehr übergeben.

Der Neubau nach dem Entwurf des Straubinger Architekturbüros Bast + Ascherl vereint nun auf einer Gesamtnutzfläche von rund 330 Quadratmetern verschiedene Funktionen für die Organisation und Ausbildung unter anderem des Sanitätslehrregiments „Niederbayern“, dem militärischen Hauptnutzer der Gäubodenkaserne Feldkirchen, auf der Standortschießanlage Leiblfing unter einem Dach. So dient das Gebäude als witterungsgeschützter Ausbildungs- und Aufenthaltsbereich, als Büro zur Organisation und Verwaltung der Schießanlage für das Schießstandwärterpersonal und auch als Lager und Werkstatt für den Schießbetrieb erforderlicher Materialien und Ausbildungsgegenstände.

Durch die Aufteilung der Nutzungen in zwei Baukörper werden die Funktionen Werkstatt- und Lager vom Büro- und Aufenthaltsbereich getrennt. Es entsteht ein dreiseitig geschlossener Wirtschaftshof, der die beiden Bereiche durch kurze Wege effizient verbindet. Die Baumasse wird durch die Aufgliederung in zwei Gebäude aufgelöst und der bestehenden Bebauung (Schießstandwärterhaus) angepasst. Die schmalen giebelständigen Gebäudeansichten gliedern die Kubatur und machen die dahinterliegenden Nutzungen ablesbar. Der Aufenthaltsbereich wird separat durch einen überdachten Eingang erschlossen. Das Büro ist so angeordnet, dass der Mitarbeiter sowohl den Eingangsbereich als auch den Zugang zum Innenhof überblicken kann.

Die großen Fensterelemente im Aufenthaltsraum sorgen für eine großzügige Belichtung auch in der dunklen Jahreszeit, schaffen Blickbezüge und bieten Orientierung. In den untergeordneten Räumen (Werkstatt, Lager, etc.) sind die Fensterflächen reduziert und bieten neben der Belichtung die Möglichkeit der natürlichen Belüftung. Es wurde eine massive Bauweise gewählt, um den hohen Schallschutzanforderungen gerecht zu werden. Die Dachstühle wurden zimmermannsmäßig als sogenannter Pfettendachstuhl ausgebildet. Die eingesetzten Dämmstoffe bestehen weitgehend aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Vorsatzschale aus Dämmziegeln dient aufgrund der höheren Masse einerseits zur Verbesserung der Schalldämmung, andererseits verringert sich aufgrund der Phasenverschiebung die Aufheizung der Innenräume im Sommer.