19.08.2020, 11:28 Uhr

Corona-Krise „Es sind spezielle Zeiten“ – „KulturTour“ beim Kreismuseum auf dem Bogenberg

Museumsleiterin Barbara Michal, Landrat Josef Laumer, Josef Fisch (2. Bürgermeister der Stadt Bogen) und Bundestagsabgeordneter Erhard Grundl vor dem Eingang zum Kreismuseum. Foto: LRA Straubing-BogenMuseumsleiterin Barbara Michal, Landrat Josef Laumer, Josef Fisch (2. Bürgermeister der Stadt Bogen) und Bundestagsabgeordneter Erhard Grundl vor dem Eingang zum Kreismuseum. Foto: LRA Straubing-Bogen

Ja, das Kreismuseum auf dem Bogen braucht es. Das wusste Erhard Grundl, Bundestagsabgeordneter aus der Region und kulturpolitischer Sprecher seiner Grünen-Fraktion, aber auch schon vor dem Besuch auf dem Bogenberg. Im Rahmen seiner „KulturTour“ besuchte Grundl auch das Kreismuseum, wobei die Tour unter dem Motto „KulturTour – Braucht‘s des?“ steht.

Landkreis Straubing-Bogen. Das freilich ist eher als rhetorische Frage zu verstehen – ganz allgemein und bezogen auf das Kreismuseum im speziellen auch. „Natürlich braucht es die Kultur. Und dazu zähle ich auch den Sport. Es braucht alle diese Dinge“, so Grundl, der auch auf die Wertschöpfung und damit die wirtschaftliche Bedeutung von Kultur hinwies. „Es ist ein kleines, aber feines Museum, das sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt hat“, machte auch Landrat Josef Laumer beim Ortstermin deutlich, dass sich der Landkreis als 100-prozentiger Träger des Kreismuseums äußerst engagiert zeigt. „Wir sind bemüht, uns am Bedarf zu orientieren und auch immer die entsprechenden Mittel und Ausstattungen dafür bereitzustellen.“ Gerade auch in Corona-Zeiten sei es wichtig, diese freiwilligen Leistungen beizubehalten, so Grundl. Er wisse aber, dass der Landkreis Straubing-Bogen ein offenes Ohr für diese Belange habe, denn die Brauchtumspflege vor Ort mache gerade die Heimat aus.

Dass die Zeiten aktuell gerade auch für (kleinere) Museen nicht einfach sind, wusste Barbara Michal, Leiterin des Kreismuseums auf dem Bogenberg, zu berichten: „Es sind spezielle Zeiten. Dieses Jahr ist verheerend für uns. Unsere Hauptbesucher sind Busreisen und Schulklassen, aber die bleiben weg. Genauso die Risikogruppe der Senioren. Damit fallen uns 90 Prozent der Besucher weg. Die Museumspädagogik, die vor zwei Jahren neu eingeführt wurde und im letzten Jahr hervorragend gelaufen ist, ist aktuell nicht möglich. Die Mitmachstationen mussten abgebaut werden und Führungen fallen auch viele weg. Wir merken zwar schon einen etwas größeren Zulauf an Einzelpersonen, aber damit lassen sich die Verluste natürlich bei weitem nicht auffangen.“

Angesichts der auch weiterhin geltenden Corona-Regelungen wird es den ganz großen Ansturm auf das Kreismuseum in dieser Saison, die noch bis Allerheiligen läuft, wohl nicht mehr geben. Das weiß auch Leiterin Barbara Michal. Die Hoffnung, dass der ein oder andere Tagesausflügler einen Besuch auf dem Bogenberg mit einer Stippvisite im Kreismuseum kombiniert, hat sie freilich schon. Denn: „Das Museum ist eingebettet in einen Ort, der viel zu erzählen hat. Geschichte, Tradition, Wallfahrt, die Kirche, Biergarten – es ist einfach für jeden etwas dabei, auch für Wanderer und Radler“, sagt sie.

Den Besuch von Erhard Grundl schloss eine gemeinsame Führung mit Josef Laumer durch das Museum ab. „Ich bin natürlich nicht das erste Mal hier“, so Grundl, dem deshalb auch neue Exponate und Veränderungen auffielen. Und spätestens nach dem Rundgang war ohnehin klar: Ja, dieses Heimatmuseum braucht es. Wer sich selbst davon überzeugen will, der kann dies immer Mittwoch bis Freitag von 14 bis 17 Uhr und Samstag und Sonntag beziehungsweise Feiertag von 12 bis 17 Uhr tun.


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