15.12.2020, 14:28 Uhr

Kultur Kaiserin Elisabeth gibt sich im Porzellanikon die Ehre

Spitzenfigur „Sisi“, Sitzendorf, Ausformung nach 2000, Dauerleihgabe Sitzendorfer Porzellanmanufaktur. Foto: Jahreiss.kommunikation foto film, Hohenberg an der EgerSpitzenfigur „Sisi“, Sitzendorf, Ausformung nach 2000, Dauerleihgabe Sitzendorfer Porzellanmanufaktur. Foto: Jahreiss.kommunikation foto film, Hohenberg an der Eger

Wer kennt sie nicht, Kaiserin Elisabeth von Österreich unter ihrem Filmnamen „Sisi“! Alle Jahre wieder zu Weihnachten verfolgen Millionen von Zuschauern mit Begeisterung die „Sisi“-Verfilmungen mit Romy Schneider in der Titelrolle.

Hohenberg an der Eger. Der bekannte Porträtmaler Franz Xaver Winterhalter (1805 bis 1873) verewigte die liebreizende, schöne und äußert beliebte Kaiserin in Öl. Sein Gemälde diente offensichtlich als Vorlage für die Porzellan-Spitzenfigur „Sisi“ der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur in Thüringen, die bereits 1884 die aufwändige Technik der Produktion von Spitzenfiguren beherrschte. Bei der Herstellung wird Baumwollspitze oder Baumwolltüll mit Porzellanmasse eingestrichen. Anschließend wird dieses Baumwoll-Porzellan-Gebilde mittels einer Nadel in Wellen um die geformte und bei 800 Grad bereits gehärtete Figur gelegt. Während des zweiten Brandes bei circa 1.200 Grad verbrennt das Trägermaterial Baumwolle ohne Rückstand und das aufgestrichene Porzellan bleibt als filigrane Porzellanspitze stehen.

Heute wird die Porzellan-Spitzenfigur nicht mehr gefertigt. Wer neugierig geworden ist, kann „Sisi“ in ihrem opulenten, märchenhaften Gewand in der Studiensammlung des Porzellanikons, dem Staatlichen Museum für Porzellan, am Standort in Hohenberg an der Eger nach dem Lockdown bewundern. Die Ausstellung ist voraussichtlich ab dem 12. Januar 2021 wieder geöffnet.


0 Kommentare