10.10.2020, 15:06 Uhr

Weiterentwicklung Bezirksräte beschließen erste Maßnahmen im Freilandmuseum Oberpfalz

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

Das Großgerätedepot, der Lernort „Köstlerwenzel“ und ein neuer Stadel für das Freilandmuseum Oberpfalz erhielten in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses des Bezirkstags der Oberpfalz die grundsätzliche Zustimmung der Bezirksräte. Die drei Maßnahmen sind die ersten, die im Rahmen des neuen Konzepts des Freilandmuseums umgesetzt werden sollen. Die Bezirksräte empfahlen, die dafür notwendigen Finanzmittel für das nächste Jahr einzuplanen.

Nabburg. Im September hatte sich der Bezirkstag der Oberpfalz mit dem Zukunftskonzept des Freilandmuseums intensiv auseinandergesetzt, der Kulturausschuss befasste sich nun mit den ersten Umsetzungsvorschlägen der Museumsleitung, die im nächsten Jahr angepackt werden sollen. „Es geht um die Entwicklung des Museums bis in die Gegenwart und um die Vermittlung unserer Arbeit an die Menschen. Dazu gehört, dass wir was weiterentwickeln, mit den drei Maßnahmen beginnen wir nun“, erklärte Bezirkstagspräsident Franz Löffler die Zielsetzung.

Mit dem Großgerätedepot werden dann die bisher nur unzureichend untergebrachten größeren Objekte wie etwa Kutschen, Schlitten und Pflüge eine neue und praktikable Heimat zur Aufbewahrung finden. Für die genaue Planung des Depots sollen im nächsten Jahr 75.000 Euro bereitgestellt werden. Zur Aufbewahrung von Material und kleineren Geräten, die sich momentan unter zwei Behelfsdächern im Museumsgelände befinden, wird ein derzeit noch in Frotzersricht (Markt Schwarzenfeld) stehender historischer Stadel erworben und ins Freilandmuseum transloziert. Dort könnten auch die im „Köstlerwenzel“-Stadel aufbewahrten Geräte untergebracht werden, so dass dieser Ort für den neuen Lernhof „Köstlerwenzel“ zur Verfügung stehen würde. Für das Projekt Lernhof soll das Wohnstallhaus des Vierseithofs, das bei einem Brand in den 1980er Jahren vernichtet wurde, in zeitgemäßer Holzständerbauweise nach historischem Vorbild errichtet werden. Es ist geplant, eine für Besucher zugängliche „Dauerbaustelle“ zu schaffen, in der Studenten wie auch interessierte Erwachsene „mitarbeiten“ und so alte Handwerkstechniken erlernen können. Mit der Fertigstellung des Gebäudes wird im Jahr 2025 gerechnet.

Zahlreiche Zuschüsse im Kulturbereich

In der Sitzung vergaben die Bezirksräte auch 60.000 Euro an zahlreiche Antragsteller aus dem kulturellen Bereich. Unterstützt wird etwa der Ankauf von Trachten und Instrumenten durch Vereine, die Oberpfälzer Festspiele oder die Popularmusik (die Zuschüsse an die einzelnen Vereine/Verbände entnehmen Sie bitte den Pressemitteilungen für die jeweiligen Gebietskörper-schaften).

6.000 Euro gehen an den Verlag Michael Laßleben in Kallmünz für die Herausgabe der Heimatzeitschrift „Die Oberpfalz“, 1.500 Euro an den Heimatkundlichen Arbeitskreis im Oberpfälzer Waldverein für die Herausgabe des 65. Bandes der „Oberpfälzer Heimat“ und 340 Euro für die Junge Philharmonie Ostbayern zur Deckung der – trotz Corona-bedingter Konzertausfälle – laufenden Kosten. Mit maximal 1.000 Euro werden die Theatervorstellungen und Gastspiele der Neuen Werkbühne München an Oberpfälzer Schulen gefördert. Im Rahmen der Förderung von Buchpublikationen erhält Dr. Manuel Trummer 320 Euro für seinen Sammelband „Das Ländliche als kulturelle Kategorie – Aktuelle kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Stadt-Land-Beziehungen“.


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