23.09.2020, 08:57 Uhr

Sanierung Das Freilandmuseum Oberpfalz kämpft gegen Schädlinge und schützt Kulturgut

Das Waldlerdorf von oben. Foto: Marco LinkeDas Waldlerdorf von oben. Foto: Marco Linke

Vom 22. September bis zum 10. Oktober führt die Firma Römer Biotec eine Sanierung gegen Holzschädlinge im Freilandmuseum Oberpfalz durch. Hierbei wird eine gesamte Baugruppe, das Waldlerdorf, in mehreren Abschnitten vollständig begast. Für diese Zeit stehen nacheinander die einzelnen Gebäude unter Sulfuryldiflourid, einem toxischem Gas.

Nabburg. „Die ständigen Kontrollen innerhalb des Freilandmuseum haben ergeben, dass das Ausmaß des Befalls durch Holzschädlinge entsprechende Schwellenwerte überschritten hat. Die in den Objekten überwiegend vorkommenden Schädlinge, Holzwurm und Hausbock, gelten als holzzerstörende Insekten, das heißt die Larven der Schädlinge ernähren sich von Holz und zerstören damit die Substanz von Holzkonstruktionen. Zum Schutz der einzelnen Objekte haben wir uns daher für eine Bekämpfung durch eine Begasung entschieden“, erklärt Johanna Ullmann-Süß, stellvertretende Museumsleitung im Freilandmuseum Oberpfalz.

Dabei werden die jeweils einzelnen Gebäude mit entsprechenden Planen gasdicht eingehaust. Nachdem die Gasdichtigkeit festgestellt wurde, wird das toxische Gas Sulfuryldifluorid in die einzelnen Begasungsbereiche eingebracht. Die Einwirkzeit beträgt dabei 48 bis 72 Stunden. In dieser Zeit wird durch ständige Messungen die Konzentration im Innenraum überwacht. Gleichzeitig werden Kontrollmessungen in der unmittelbaren Umgebung des Waldlerdorfes durchgeführt, um eine Gefährdung der Besucher und Mitarbeiter auszuschließen. Die Maßnahme wird von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern gefördert.

Das Freilandmuseum Oberpfalz bittet seine Besucher im Zeitraum vom 22. September bis zum 10. Oktober unbedingt, den angegebenen Rundweg nicht zu verlassen und die gesperrten Bereiche nicht zu betreten.


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