18.07.2020, 21:27 Uhr

Kultur Das Stadtmuseum Amberg zeigt die neue Sonderschau „Urlaub aus dem Depot“

Museumsleiterin Julia Riß (3. von links) zeigt Bürgermeister Martin J. Preuß und Kulturreferent Fabian Kern die Exponate. Michael Herzog (rechts), wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum, ist aufmerksamer Beobachter der Szenerie. Foto: Susanne Schwab, Stadt AmbergMuseumsleiterin Julia Riß (3. von links) zeigt Bürgermeister Martin J. Preuß und Kulturreferent Fabian Kern die Exponate. Michael Herzog (rechts), wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum, ist aufmerksamer Beobachter der Szenerie. Foto: Susanne Schwab, Stadt Amberg

Ob zu Fuß, auf dem Rad oder dem Roller, Ausflüge und Ferien vor der Haustür waren besonders im 20. Jahrhundert sehr beliebt. „Urlaub aus dem Depot“, die neue Sonderschau im Stadtmuseum Amberg, ist eine kurzweilige Spurensuche.

Amberg. Anhand von ausgewählten Objekten, die ausschließlich aus dem museumseigenen Bestand stammen, wird rekonstruiert, wie „Urlaub daheim“ in der Vergangenheit aussehen konnte. Neben allgemeinen Entwicklungen des Fremdenverkehrs beleuchten drei Ausstellungsbereiche den städtischen Raum, das nahe Umland sowie weiter entfernte Ziele. Ausgangspunkt sind bei der Vermittlung bekannte touristische Routen, wie beispielsweise verschiedene Stadtrundgänge oder mehrtägige Touren wie der durch Amberg verlaufende Fünf-Flüsse-Radweg. Deutlich wird dabei die inhaltliche und perspektivische Vielfalt der Zugänge zur Stadt und ihrem Umland.

Objekte

Um Amberg zu erkunden halfen damals wie heute zahlreiche Publikationen zu Unterkünften, Gastronomie und Topographie, von denen einige beispielhaft gezeigt werden. Gemälde des Amberger Malers Alfons Schäffer veranschaulichen populäre Motive im Stadtbild, die sich bis in die Gegenwart auch in Postkarten und Werbebroschüren wiederfinden. Bedeutende Fortbewegungsmittel für Ausflüge und Erholung sind das Fahrrad ebenso wie der italienisches Flair versprühende Motorroller. Gleichermaßen wichtig ist die richtige Ausrüstung zum Wandern oder Schwimmen. Zwischen der Erkundung von Stadtplänen und Gemälden lädt eine Sitzbank zum Verweilen ein.

In einer digitalen Zusammenschau werden darüber hinaus Zitate zur Stadt Amberg aus dem 19. bis zum 21. Jahrhundert präsentiert.

Besucher gestalten mit

Am Ende der Ausstellung werden die Besucherinnen und Besucher selbst aktiv und leisten einen kreativen Beitrag zur Ausstellung. Gefragt wird nach den persönlichen Lieblings- und Urlaubszielen vor der Haustür oder in der Ferne. Diese kann jeder Gast durch die Gestaltung und Beschriftung einer Postkartenvorlage mitteilen. So entsteht ein großes buntes Postkartenmotiv durch die Unterstützung der Ausstellungsgäste. Vielleicht inspiriert die ein oder andere Nennung so manche Urlaubsplanung.

Museumspädagogik

Da museumspädagogische Angebote nur bedingt möglich sind, wird es passend zur Ausstellung ein digitales Quiz geben. Dieses ist gleichzeitig im Rahmen des Ferienprogramms der Kommunalen Jugendarbeit online verfügbar. Zusätzlich können Postkarten zum Selbergestalten im Museumsshop erworben werden.


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