26.02.2020, 22:35 Uhr

Kultur Im Oberpfälzer Freilandmuseum beginnt die neue Saison

 Foto: Katharina Kuhlmann Foto: Katharina Kuhlmann

„Egal ob Gartentürl oder Staatsgrenze: Das Oberpfälzer Freilandmuseum wird ab dem 21. März das „Hüben wie Drüben“ sowohl an den kleinen, alltäglichen Grenzen, als auch an den großen Länder- und Kulturgrenzen in den Fokus nehmen“, verspricht Museumsleiter Dr. Tobias Hammerl.

Neusath-Perschen. Was verbindet Bayern und Böhmen? Was trennt? Welche Grenzen gibt es in der Landschaft, auf dem Papier oder in den Köpfen? Antworten auf diese Fragen gibt das Freilandmuseum bei Veranstaltungen wie dem Musikantenstammtisch oder dem Kirchweihmarkt, zusammen mit vielen Partnern aus dem Nachbarland Tschechien. Auch Zwei Sonderausstellungen greifen das Jahresmotto „Hüben wie drüben“ auf. Beide zeigen die Grenzen, aber auch die Gemeinsamkeiten der Musik- und Klangwelt Bayerns und Böhmens.

„Hüben wie Drüben – Maurerklavier und Wanzenpress“

Die multimediale Sonderausstellung zur Harmonikageschichte, die vom Bayerischen Verein für Heimatpflege e. V. realisiert wurde, zeigt Musikinstrumente aus dem bayerischen und böhmischen Raum und die grenzübergreifende Musiktradition in Ostbayern.

Gerne verbindet man die Harmonikainstrumente mit der „echten, bayerischen, unverfälschten und althergebrachten Volksmusik“. Umgangssprachliche Ausdrücke wie „Wanznpress“, „Maurerklavier“ oder „Traditionskompressor“ unterstreichen dies. Ganz wenig ist aber über die Geschichte und die Vielfalt der Instrumente bekannt. Neben zahlreichen hochwertigen Objekten aus Bayern und Böhmen begeistern neu produzierte Audio- und Videostationen, aber auch Mitmachstationen geben den Besuchern die Möglichkeit ihr Wissen nachhaltig und mit allen Sinnen zu vertiefen.

„Wie klingt die Oberpfalz?“

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Universität Regensburg und zweier Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz: der Bezirksheimatpflege und der Fachakademie für Raum- und Objektdesign.

„Die Ausstellung ist der erste Versuch, eine ganze Region nur über ihren Klang darzustellen. Bisher geschah dies ausschließlich am Beispiel von Städten", erläuterte Dr. Manuel Trummer von der Universität Regensburg, der das Projekt betreute. Höre man das Läuten des "Big Ben", so habe man sofort London vor Augen. Doch wie klingt die Oberpfalz? Mit Hilfe von eigens gebauten „Klangboxen“ können Besucher in den Sound der Oberpfalz eintauchen und sich so akustisch voll und ganz auf das Erlebnis einlassen. Ergänzt werden die Klangboxen von multimedialen Elementen wie Texttafeln, Spielen, Fotografien und einem Film.

Die Ausstellungen können vom 21. März bis zum 8. November zu den Museumsöffnungszeiten – Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 18 Uhr – besichtigt werden.


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