03.10.2019, 21:42 Uhr

Gute Nähe – gute Distanz Interkulturelle Kompetenz in der Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten – ehrenamtliche Helfer geschult

Die im Migrationsbereich tätigen Ehrenamtlichen mit Referentin Maria Zepter (sitzend, 4.v.l.), Elisabeth Triller von der Freiwilligenagentur (sitzend 5.v.l.) und der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Christina Gerl (sitzend 5.v.r.). (Foto: Susanne Schwab, Stadt Amberg)Die im Migrationsbereich tätigen Ehrenamtlichen mit Referentin Maria Zepter (sitzend, 4.v.l.), Elisabeth Triller von der Freiwilligenagentur (sitzend 5.v.l.) und der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Christina Gerl (sitzend 5.v.r.). (Foto: Susanne Schwab, Stadt Amberg)

Im Rahmen einer Fortbildung haben vergangene Woche Ehrenamtliche aus dem Migrationsbereich eine Schulung zum Thema „interkulturelle Kompetenz“ absolviert. Auf Einladung von Christina Gerl, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, und Elisabeth Triller von der Freiwilligenagentur waren rund zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu im Amberger Congress Centrum zusammengekommen.

AMBERG Sie erfuhren viel Wissenswertes rund um dieses Thema, das sie künftig bei ihrer Begleitung von Menschen mit Migrationshintergrund unterstützen soll. Um die Kategorien kultureller Wertorientierung darzustellen und den Begriff der interkulturellen Kompetenz zu konkretisieren, griff die Referentin des Nachmittags Maria Zepter persönliche Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf. Darüber hinaus ließ Frau Zepter aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz Methoden und einfache Kniffe einfließen, die von den Ehrenamtlichen künftig angewendet werden können.

Dabei sorgte Maria Zepter, die in München unter anderem als Traumatherapeutin tätig ist, mit ihrem Wissen über verschiedenste Kulturkreise und ihrem empathischen Umgang mit den Integrationshelfern für viele „Aha-Erlebnisse“. Insbesondere betonte sie auch die Bedeutung der Selbstfürsorge im Ehrenamt und nahm Bezug auf die Begriffe „gute Nähe – gute Distanz“.

Gleichzeitig wurden die Anwesenden von ihr angeregt, in ihrer Tätigkeit immer offen und neugierig zu bleiben, die Migranten jedoch auch nicht als „Opfer“ zu betrachten, sondern sie in der richtigen Weise zu fordern und zu fördern. Bei den Integrationshelfern war man sich relativ einig, dass diese Schulung für jedes Mitglied unserer Gesellschaft eine Bereicherung sein könnte. Aufgrund der hohen Nachfrage wird das Seminar voraussichtlich im Frühjahr noch einmal angeboten.


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