11.03.2019, 09:17 Uhr

Hinter drei Sonnenaufgängen Harald Grill erzählt von Balkanstreifzügen durch Rumänien und Bulgarien bis Odessa

(Foto: Erika Grill)(Foto: Erika Grill)

„Räuber, Diebe, Mörder – was willst du dort?“, heißt es, als sich der Schriftsteller Harald Grill für eine Balkanreise vorbereitet. Doch er will sich selbst ein Bild machen. Geografische Orientierungslinien sind für ihn die Donau mit ihren Nebenflüssen Mieresch, Olt, Iskar und Jantra sowie die Gebirgszüge des Karpatenbogens in Rumänien und des Balkan-Gebirges in Bulgarien.

NITTENAU Er ist unterwegs mit Zügen, Bussen, Schiffen, mit dem Auto und - warum nicht - zwischendurch auch zu Fuß, kreuz und quer durch Rumänien und Bulgarien bis ins ukrainische Odessa.

Aktuell haben Ukrainekrieg und Flüchtlingskrise darauf aufmerksam gemacht, wie komplex die Gesellschaften in den Balkanländern zusammengesetzt sind. Hier leben viele Volksgruppen und Religionsgemeinschaften ohne größere Konflikte Tür an Tür. Sie genießen weitreichende Sonderrechte. Allein in Rumänien existieren zwanzig anerkannte Minderheitengruppen so viele wie in keinem anderen Teil Europas. Hinzu kommt in diesem Teil Europas das Nebeneinander von mittelalterlichen Lebensformen und High-Tech-Zeitalter, aber auch von Armut und Reichtum.

Harald Grill reist ein Vierteljahr lang durch Südosteuropa. Dabei besucht er ländliche Regionen ebenso wie Städte. Er bewältigt des Öfteren unübersichtliche Situationen, sucht das Gespräch mit den Einheimischen, lernt zu staunen über ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Auf Reiseführer verzichtete er. Gespräche mit Einheimischen waren ihm wichtiger als Sehenswürdigkeiten. So begegnet er Land und Leuten ohne Vorbehalt und ohne Sentimentalität, denn sie gehören - wie wir selbst - zur großen europäischen Erzählung von Völkervielfalt und Toleranz.

Am Freitag, 5. April, um 19 Uhr, ist Harald Grill im Pfarrheim Eustachius Kugler in Nittenau. Der Musik- und Tanzförderverein Nittenau und das Volksbildungswerk Nittenau freuen sich über sein Kommen. Parkplätze stehen ausreichend am Regen zur Verfügung.


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