27.02.2019, 17:41 Uhr

Entspannung, Hoffnung und Lebensfreude Kunstprojekt der Integrativen Onkologie bringt Farbtupfer für die Strahlentherapie

(Foto: Klinikum/Dietl)(Foto: Klinikum/Dietl)

Farbtupfer für die Strahlentherapie des Klinikums St. Marien Amberg. Das ist der Wunsch des Chefarztes der Strahlenklinik, der jetzt im Rahmen eines Kunstprojekts der Integrativen Onkologie umgesetzt wird.

AMBERG Von Krebs betroffene Patientinnen betätigen sich künstlerisch und statten die Klinik für Strahlentherapie mit ihren Kunstwerken aus. „Die Bilder sollen etwas Positives ausstrahlen und Ruhe, Hoffnung sowie Entspannung verbreiten. Geplant ist ein gedachter roter Faden, der sich durch die ganze Abteilung zieht“, so Dr. Matthias Hipp, der Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie am Klinikum St. Marien Amberg bei der Kick-Off-Veranstaltung zum Projekt.

Auch mit und nach einer Krebserkrankung findet Leben statt. Genau das sollen die Bilder ausstrahlen und zum Nachdenken anregen. Umgesetzt wird das Kunstprojekt durch das offene Atelier unter der Leitung von Kunsttherapeutin Michaela Peter. Dahinter steckt ein Angebot für Menschen, die von einer Krebserkrankung betroffen sind. Kunst und Gestalten kann Betroffene dabei unterstützen, die eigene Krankheit besser zu bewältigen. Außerdem kann die Kunst zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und Perspektive beitragen. „Es stehen verschiedene Materialien zur Verfügung je nach Vorliebe. Vorkenntnisse braucht man nicht“, so Michaela Peter.

Das offene Atelier ist ein Kooperationsprojekt der Integrativen Onkologie St. Marien Amberg. Geöffnet hat das Atelier während der Schulzeiten immer am Mittwoch von 18:30 bis 21:30 Uhr und am Freitag von 09:30 bis 12:30 Uhr. In den Ferien nach Absprache. Anmeldungen nimmt Frau Peter unter der Telefonnummer 0179/ 9628089 gerne entgegen..

„Unsere Patienten sollen sich in unseren Räumen wohlfühlen. Mir ist es deswegen auch wichtig, dass die Bilder von Menschen gemalt werden, die selbst von Krebs betroffen sind. Sie können sich am besten in die Situation vor Ort und die Betroffenen hineinversetzen“, so Dr. Hipp. Bilder können hierbei eine wichtige Rolle spielen und die Wartezeit durch Anregung verkürzen.

Mit der Integrativen Onkologie engagiert sich das Klinikum Amberg gegen Krebs. Denn oft können Patienten – ergänzend zur Schulmedizin – selber sehr viel beitragen, um wieder gesund zu werden. Genau hier setzt die „Integrative Onkologie“ an. Mit Kursen aus den Bereichen Ernährung, Bewegung und Entspannung, Psychoonkologie und Kunsttherapie wird die klassische Therapie durch integrative Angebote ergänzt. Gefördert wird die Integrative Onkologie durch den Förderverein FFGO e. V., Verein für Familiengesundheit Oberpfalz e. V.. „Da das Angebot derzeit noch nicht von den Krankenkassen getragen wird, freuen wir uns über jede Spende“, so Brigitta Schöner, die Vorsitzende des Fördervereins FFGO e. V..


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