19.09.2018, 12:30 Uhr

Zahlreiche Lachsalven „Schmarrnkerl und Funkerl“ erweckten in Maxhütte-Haidhof Winnetou zu neuem Leben

Helmut Haider (links) und Stephan Karl (rechts) lasen aus Eugen Okers Roman „Winnetou in Bayern“ vor. (Foto: Stadt Maxhütte-Haidhof/Federer)Helmut Haider (links) und Stephan Karl (rechts) lasen aus Eugen Okers Roman „Winnetou in Bayern“ vor. (Foto: Stadt Maxhütte-Haidhof/Federer)

Helmut Haider und Stephan Karl traten am Freitag, 14. September, als Komikerduo „Schmarrnkerl und Funkerl“ im ausverkauften Mehrgenerationenhaus Maxhütte-Haidhof auf. Sie lasen dort aus Eugen Okers Roman „Winnetou in Bayern“.

MAXHÜTTE-HAIDHOF Eugen Oker, dessen richtiger Name Friedrich „Fritz“ Gebhardt ist, wurde 1919 in Schwandorf geboren. Okers Erstlingswerk „Winnetou in Bayern“ erzählt von den Abenteuern eines Zehnjährigen, der Mitglied eines oberpfälzischen Indianerstammes in Söllach ist. Die Personen und Orte wie der Steinbruch, das Lindenviertel oder der Weinberg, welche in dem Roman vorkommen, weisen jedoch auf die Stadt Schwandorf als Schauplatz hin. So verwundert es nicht, dass sich Helmut Haider und Stephan Karl genau dieses Werk für eine Lesung ausgesucht haben.

In bester Oberpfälzer Mundart entführten „Schmarrnkerl und Funkerl“ das Publikum in die Schwandorfer Kinderwelt vergangener Tage und riefen in den Köpfen der Zuhörer viele amüsante Bilder hervor. Eines davon sollte aufzeigen, wie Indianer laufen: „Mit ganzem Gewicht auf einem Bein und wenn dieses Bein dann müde wird, wechselt man einfach das Bein und läuft weiter mit ganzem Gewicht auf dem anderen“, erklärt Stephan Karl und humpelt vor dem Publikum herum. Außerdem haben Indianer eine komische Sprache: „Ein Gaul heißt Mustang, ein Ochs heißt Bison, ein Turnschuh ist ein Mokassin (…)“, witzeln Schmarrnkerl und Funkerl.

Natürlich kam auch die Musik nicht zu kurz. Zu bekannten Liedern wie „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“, „Brauner Bär und weiße Taube“ und „Schnucki, ach Schnucki“ sang das Publikum laut mit. Nach fast zweieinhalb Stunden Lesung und zahlreichen Lachsalven neigte sich der Abend dann dem Ende zu.


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