04.07.2018, 13:43 Uhr

Herausforderung Symposium befasst sich mit dem Thema „Historisches Glas und UV-Schutzglas“

(Foto: www.20er.net/123rf.com)(Foto: www.20er.net/123rf.com)

Waldsassen ist am 9. und 10. Juli Tagungsort für das Symposium „Historisches Glas und UV-Schutzglas“ des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) und der Glashütte Lamberts. Im Fokus der Fachtagung steht der Einsatz der Gläser der Glashütte Lamberts im Bereich der Denkmalpflege, bei Instandsetzungen und für den Kunstgutschutz.

WALDSASSEN/LANDKREIS TIRSCHENREUTH Mundgeblasenes Glas in der Vielfalt von Formen und Farben, wie es in der Glashütte Lamberts hergestellt wird, ist für die Denkmalpflege unverzichtbar. Es findet zum Beispiel bei der Restaurierung historischer Fenster oder Glasgemälde Verwendung. Ein vergleichsweise junges Produkt ist das mundgeblasene UV-Schutzglas: Es kommt dort zum Einsatz, wo hochrangige Kunstgüter vor UV-Strahlung geschützt werden müssen.

Die Tagung richtet sich an ein Fachpublikum. Sie beginnt am 9. Juli um 12 Uhr in der Klosteraula Waldsassen. Dort geben den Nachmittag über Experten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien Einblicke in die Bedeutung von Glas für ihre denkmalpflegerische und restauratorische Arbeit. So berichtet etwa Sarah Brown, Direktorin des „York Glaziers Trust“ darüber, wie die Fenster im Münster von York, mittelalterliche Meisterwerke aus Glas, vor Umwelteinflüssen geschützt werden; die Diplom-Restauratorin Martha Hör erläutert, wie in St. Lorenz in Nürnberg UV-Schutzglas zum Einsatz kommt. Dr. Katharina von Miller, Diplom-Restauratorin am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, geht in ihrem Vortrag auf Licht und seine Wirkung auf historische Raumausstattungen ein. Am Abend können die Teilnehmer der Tagung die Farbglasschmelze in der Glashütte Lamberts miterleben. Am 10. Juli wird die Tagung dann in der Glashütte fortgesetzt; dann steht insbesondere die Glasherstellung im Fokus.


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