09.03.2018, 14:28 Uhr

Kultur Die Uraufführung naht – Ovigo-Theater bringt Psychokrimi „Böse“ auf die Bühne

(Foto: Ovigo-Theater)(Foto: Ovigo-Theater)

Ein scheinbar alltägliches Büro. Drei Männer tippen und klicken auf ihren Rechnern und reden über die Belanglosigkeiten ihres faden Jobs. Doch nach und nach wird klar: Die drei sind keine gelangweilten Informatiker, sondern kaltblütige Killer. Das Büro entpuppt sich als Innenleben des Serienmörders Marco Friedrich. Der Zuschauer befindet sich im Kopf des Killers! Das ist das spannende Setting für den Psychokrimi „Böse“, den das Ovigo-Theater im April 2018 in einer Uraufführung auf die Bühne bringt.

OBERVIECHTACH Die Persönlichkeitsanteile A und B stoßen beim Ausführen der Aufträge/Morde ihres Chefs C an immer härtere Grenzen. Zeitgleich wird in einem Fernsehstudio über die brutaler werdende Mordserie berichtet. Als der völlig durchgedrehte Chef Marcos Jugendliebe ermorden möchte, rebelliert A und die feinen Trennlinien zwischen Gut und Böse verwischen immer mehr.

„Böse“ ist eine packende Mischung aus Drama und Krimi. Ovigos künstlerischer Leiter, Florian Wein, ist der Autor des Stückes und spielt selbst mit. Er wirft existenzielle Fragen auf: Wird ein „böser“ Mensch auch bereits „böse“ geboren? Hat jeder von uns „gute“ und „böse“ Persönlichkeitsanteile in sich? Welche Entwicklungen muss die Psyche eines Menschen durchmachen, um schließlich Morde begehen zu können?

Die Proben laufen derzeit auf Hochtouren. Regisseurin Theresa Weidhas freut sich, diesen anspruchsvollen Schocker voller überraschender Wendungen zu präsentieren: „Das Stück wird natürlich auch hart. Es geht schließlich um Morde. Aber uns geht es nicht um die Darstellung von Gewalt, sondern um die wichtigsten Fragen der menschlichen Natur. Warum sind wir so, wie wir sind? Wie sind wir zu dem geworden, was wir sind?“ Neben Wein spielen auch Ludwig Koller (A), Christian Gnan (B), Michael Sandner (Moderator), Benjamin Gläser (Kommissar), Stephanie Most (Marcos Mutter), Paul Sandner (junger Marco), Katrin Bast (Opfer) und Barbara Kießling (Psychologin).

Die Uraufführung von „Böse“ findet am 7. April um 20 Uhr im W1 (Zentrum für junge Kultur) in Regensburg statt. Anschließend wartet ein Theater-Special: „Böse“ kommt am 19. April um 19 Uhr in das ehemalige Rossmann-Geschäft in der Nabburger Straße in Oberviechtach. Der umherliegende Unrat, die alte Einrichtung und der Eindruck von etwas Verlassenem werden für eine unvergleichliche und auch gruselige Atmosphäre sorgen. Nur wenige Zuschauer werden hier Platz finden. Die Karten sind schon jetzt sehr begehrt. Die letzte Aufführung geht schließlich in der Schwarzachtalhalle in Neunburg vorm Wald am 28. April um 20 Uhr über die Bühne.

Weitere Infos und die weiteren Termine gibt es im Internet unter www.ovigo-theater.de.


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