05.12.2017, 22:10 Uhr

1.065 Anträge Die alten Hausnamen erzählen Geschichte(n)

Dieter Dörner und Landrat Richard Reisinger übergeben den Förderantrag und die Anträge für die Hausnamens-Schilder an Hans-Michael Pilz und Maria Schmalz. (Foto: Christine Hollederer)Dieter Dörner und Landrat Richard Reisinger übergeben den Förderantrag und die Anträge für die Hausnamens-Schilder an Hans-Michael Pilz und Maria Schmalz. (Foto: Christine Hollederer)

Eine große Kiste mit 1.065 Anträgen für die Hausnamens-Schilder haben Landrat Richard Reisinger und Kreisheimatpfleger Dieter Dörner an die Leader-Verantwortlichen Hans-Michael Pilz (Leader-Koordinator am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Neumarkt) und Maria Schmalzl (LAG Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach e. V.) übergeben.

LANDKREIS AMBERG-SULZBACH Auch der Leader-Förderantrag wurde von Landrat Richard Reisinger unterzeichnet und eingereicht. Der Landkreis Amberg-Sulzbach übernimmt die fördertechnische Abwicklung des Projekts und ist somit Antragsteller.

„Wir waren wirklich positiv überrascht! Mit so vielen Rückmeldungen aus fast allen Kommunen im Landkreis haben wir nicht gerechnet, auch aus Amberg sind Anträge eingegangen“, freute sich Landrat Richard Reisinger. Er ist zugleich Vorsitzender der LAG Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach e. V. und hat gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Entscheidungsgremiums dieses Leader-Projekt für die Region ausgewählt.

Die Herkunft der Hausnamen, die so lange Zeit das typische Merkmal von Bewohnern der Städte und Gemeinden waren, ist oft sehr unterschiedlich. Viele Hausnamen lassen sich mit dem Handwerk oder mit der Landwirtschaft verbinden, weshalb gerade diese Berufszweige in ihrem Ansehen gestärkt werden. In den letzten Jahren ist die Neugierde auf das Entdecken der Hausnamen wieder gestiegen. Diese Entwicklung unterstützt das Hausnamen-Projekt.

Die Projektbeteiligten sind sich einig: Das Projekt zeigt, wie stark sich die Bürger schon mit der Region und der eigenen Geschichte identifizieren. Dieses Wissen festzuhalten ist wichtig, um auch den Nachfolge-Generationen von der reichen Kultur der Region erzählen zu können. Kulturelle Bildung spielt ebenso eine große Rolle in dem Projekt. Auf eigens für dieses Projekt organisierten Versammlungen wurden die Ortsgeschichte und die Hausnamen dazu erforscht. Außerdem ist von manchen Kommunen die Übergabe der Schilder in einem festlichen Akt angedacht, in denen die Hausnamen einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden können.

Wenn der Antrag genehmigt wurde und der Bescheid im Landratsamt eintrifft, sind noch ein paar Zwischenschritte notwendig, bevor die Schilder an den Anwesen angebracht werden können. Der Zeitplan für das Projekt sieht vor, dass die beantragten Schilder nach Ostern über die Kommunen an die Bürger ausgegeben werden können.


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