17.12.2020, 11:41 Uhr

Prächtig ausgemalte Zimmer Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die Sanierung des Schlosses Schönach in Mötzing


An der Dachinstandsetzung des Schlossbaus von Schloss Schönach in Mötzing beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale mit 80.000 Euro.

Mötzing. Der dreigeschossige Walmdachbau aus dem frühen 18. Jahrhundert gehört zu den über 440 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Die Geschichte des Schlosses reicht bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts zurück, als Hieronymus von Seiboldstorff den Herrschersitz im Renaissancestil errichten ließ. 1661 ging die Hofmark in den Besitz der Grafen von Königsfeld über, die ihr im Wesentlichen die heutige Gestalt verliehen. Im Auftrag von Johann Georg Josef von Königsfeld, seinerzeit kurfürstlich-bayerischer Kämmerer, wurde das Schloss ab 1701/1702 nach Ideen von Antonio Viscardi umgebaut und für einen ländlichen Adelssitz sehr reich ausgestattet.

Der dreigeschossige Walmdachbau ist etwa 20 Meter breit und rund 32 Meter lang. Die Firsthöhe beträgt 22 Meter. Das Hauptgebäude ist ein Umbau des Renaissancebaus von 1559. Beim Umbau wurden das zweite Obergeschoss und das Walmdach aufgesetzt und die Fassaden neu gegliedert. Die Portale in der Mitte der Längsfassaden markieren die barocke Durchfahrt. Im Osten der Anlage befindet sich ein dreiläufiges Treppenhaus.

Deutlich zeichnet sich an der Westseite der über die gesamte Gebäudebreite und beide Obergeschosse reichende Festsaal ab. Insgesamt gibt es neben dem Festsaal mit stark geschädigtem Deckenstuck weitere elf reich stuckierte und prächtig ausgemalte Zimmer. Auch der Rittersaal ist mit Wandstuck und Wandgemälden ausgestaltet. Die Gestaltung oblag dem Stuckateur Niklas Perti und dem Freskenmaler Hans Georg Asam, dessen Familie mitwirkte. Das Bauwerk zeigt sich noch heute in seiner barocken Erscheinung.


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