17.12.2020, 09:44 Uhr

Lockdown Einstellung des Vorstellungsbetriebs am Theater Regensburg bis 31. Januar 2021

 Foto: Ursula Hildebrand Foto: Ursula Hildebrand

Der Vorstellungsbetrieb am Theater Regensburg wird bis mindestens 31. Januar 2021 eingestellt bleiben. Das Theater verlängert damit – in Abstimmung mit seinem Verwaltungsrat und den bayerischen kommunalen Mehrspartenhäusern – die seit 3. November 2020 anhaltende Schließung und leistet seinen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Regensburg. Der Probenbetrieb kommt im harten Lockdown weitestgehend zum Stillstand, kann aber nach dem 10. Januar 2021 aller Voraussicht nach unter strengen Hygienemaßnahmen weiterlaufen. Vier Neuinszenierungen (Nibelungen, Die Zauberflöte, Liebe – eine argumentative Übung, Bremer Stadtmusikanten) wurden während des Lockdowns produziert und können 2021 hoffentlich ihre Premieren feiern.

Digitaler Weihnachtsgruß aller Sparten als „Weihnachtsbenefiz Spezial“

In den Theatern herrscht in der Zeit um Weihnachten und Neujahr normalerweise Hochbetrieb. Das am Theater Regensburg zur Tradition gewordene „Weihnachtsbenefizkonzert“ am Heiligen Abend kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden – eine besonders bittere Absage, da mit den Spenden seit 17 Jahren lokale Initiativen unterstützt werden, die sich Hilfsbedürftiger in unmittelbarer Nähe annehmen. Theaterleitung, Künstlerinnen und Künstler aller Sparten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinter den Kulissen haben sich deshalb dazu entschieden, für den 24., 25. und 26. Dezember eine digitale Version als „Weihnachtsbenefiz Spezial“ zu produzieren. Der circa einstündige Weihnachtsgruß mit heiter-besinnlichem Programm aller Sparten wird im Stream kostenlos sein, die Zuschauerinnen und Zuschauer sind aber herzlich eingeladen, durch Spendenbeiträge an folgende vier Partner, Hilfsorganisationen in unmittelbarer Nähe zu unterstützen: Campus Asyl e.V., Donaustrudl, Autonomes Frauenhaus Regensburg und Frauennotruf Regensburg e.V. – Beratungsstelle für Frauen und Mädchen mit sexualisierten Gewalterfahrungen.

Das alljährliche Weihnachtsbenefiz am Heiligen Abend ist zu einer liebgewonnenen Tradition geworden. Leider ist es unter den aktuellen Umständen in der Corona-Pandemie nicht möglich, live vor Publikum zu spielen. Doch möchte das Theater nicht darauf verzichten, mit seinen Zuschauerinnen und Zuschauern gemeinsam das Weihnachtsfest 2020 einzuläuten. In einem digitalen Weihnachtsgruß wendet sich das Theater Regensburg in diesem Jahr mit Beiträgen aus allen Sparten an sein Publikum. Das „Weihnachtsbenefiz Spezial“ kann an den Weihnachtsfeiertagen online über die Theaterwebseite oder auf dem YouTube-Kanal angesehen werden.

Egal wie man Weihnachten verbringt, die Mitglieder des Schauspiel- und Musiktheaterensembles, das Philharmonische Orchester Regensburg, der Opernchor, das Ensemble des Jungen Theaters sowie Theater Regensburg Tanz möchten das Publikum unter anderem mit Ausschnitten aus Händels „Messiah“, Humperdincks „Hänsel und Gretel“ sowie Klängen aus Tschaikowskijs „Nussknacker“ in weihnachtliche Stimmung bringen und verzaubern. Aber Weihnachten ist nicht nur für die Menschen ein bedeutsames Fest. Wie geht es zum Beispiel der Gans, die am Festtag auf dem Tisch landen soll? Antwort auf diese Frage erhält man von der „Weihnachtsgans Auguste“. In die Welt der Tiere führt uns auch das Ensemble des Jungen Theaters, mit einem Einblick in „Die Bremer Stadtmusikanten“, dem Märchen der Brüder Grimm, das am 6. Dezember im Velodrom Premiere gefeiert hätte.

Es wird festlich und es darf gelacht werden. Getreu nach Heinz Erhardt: „Die Traurigkeit am Weihnachtsbaum ist völlig unverständlich: Man sollte lachen, fröhlich sein, denn er erschien doch endlich! Zu Ostern – da wird jubiliert, manch buntes Ei erworben! Da lacht man gern – dabei ist er erst vorgestern gestorben …“


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