23.10.2020, 11:21 Uhr

Neues Buch Die bekannte Autorin Vivi Heider schenkt uns 18 Glücksmomente


Die bekannte Buchautorin Vivi Heider ist etwas traurig. Normalerweise wäre sie nach dem Beginn des neuen Schuljahrs wieder viel unterwegs – in die Schulen der Region wird sie gerne eingeladen, um Schülerinnen und Schülern aus ihren Büchern vorzulesen. Doch das Coronavirus macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Solche Termine an den Schulen können gerade nicht stattfinden. Froh stimmt Heider aber ihr neues Buch, das gerade erschienen ist.

Donaustauf. Die Zeiten sind gerade nicht einfach für alle die, die in der Kulturbranche arbeiten. Buchautoren haben noch etwas Glück, sie können wenigsten weiterarbeiten an ihren Ideen und Buchprojekten. Doch auch ihnen fehlt der Kontakt zu ihren Leserinnen und Lesern. Und so musste und muss auch die Donaustauferin Vivi Heider aktuell auf Lesungen und Termine in den Schulen verzichten. Stattdessen nutzte sie die vergangenen Monate, um uns besondere Momente in einem Buch zusammenzufassen. Daraus geworden ist „Unsere Glücksmomente – Geschichten aus Regensburg“.

Auf 79 Seiten finden sich 18 Geschichten aus der Stadt Regensburg – bekannte Schauplätze finden sich, manche, wie die OTH zum Beispiel, gibt es heute noch. Andere, wie das Spielwarenhaus Forchthammer in der Innenstadt, sind heute verschwunden. Doch viele erinnern sich noch an die schön dekorierten Schaufenster – und der ein oder andere verbindet vielleicht seinen ganz eigenen Glücksmoment mit einem Spielzeug im Schaufenster, das er bekommen hat. Und so ziehen sich die Glücksmomente durch das ganze Buch – ergänzt durch die ganz eigenen Erinnerungen. „Das ganz normale Leben“, so Heider, findet sich in dem Buch. Gerade in der aktuellen Zeit wolle sie Hoffnung und Optimismus verbreiten.

Insgesamt hat Heider vier Monate an dem Buch gearbeitet. Das hat die erste Zeit der Corona-Pandemie überbrückt. „Das war gut, dass ich da mit dem Buch beschäftigt war. Wenn ich mich in die Corona-Aktualität hineingesteigert hätte, hätte das nur meinen Schreibfluss gestört“, schildert die Autorin. Wenn sie schreibt, braucht sie Ruhe, „viel Störung darf ich da nicht haben“, sagt Heider. Es muss genug Zeit sein, für die Recherche und die ersten Überlegungen. Dann schreibt Heider – noch mit der Hand – den ersten Entwurf. Der wird dann mehrmals überarbeitet, bis die Geschichte stimmig ist.

Aktuell ist Vivi Heider in einer weniger kreativen Phase – Covid-19 raubt der Autorin die Ideen, „weil die Lebenslust stark abgenommen hat. Das bedrückt mich alles sehr“, so Heider. „Da steht alles im Kopf!“ Und das ist sehr schlecht für Heiders Kreativität, denn das plastische Denken fehlt. Und Corona als Thema für ein Buch? „Nein, danke“, sagt Heider bestimmt.

Trotzdem müssen ihre Fans nicht auf Geschichten verzichten: Zur Weihnachtszeit wird es etwas Neues aus dem Hause Heider geben. Die Autorin hat ihre Weihnachtsgeschichten gesammelt und für ein Buch aufbereitet. Etwas Neues muss wegen Corona noch warten – „vielleicht gibt es ja einen zweiten Band mit Glücksmomenten“, sagt Heider. Die Hoffnung aufgeben, das ist keine Option!


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