10.10.2020, 14:28 Uhr

Sitzung im Kloster Frauenzell „Kulturachse Ost“ – Gesamtbetrachtung von Schloss Altenthann und Kloster Frauenzell notwendig

Bürgermeister Harald Herrmann (2. von rechts) hieß Landrätin Tanja Schweiger (dritte von rechts) und die dem Kulturausschuss angehörenden Kreisrätinnen und Kreisräte am Pfarrhof Altenthann herzlich willkommen. Foto: LRA Regensburg, Hans FichtlBürgermeister Harald Herrmann (2. von rechts) hieß Landrätin Tanja Schweiger (dritte von rechts) und die dem Kulturausschuss angehörenden Kreisrätinnen und Kreisräte am Pfarrhof Altenthann herzlich willkommen. Foto: LRA Regensburg, Hans Fichtl

Im Bibliothekssaal des Klosters Frauenzell tagte vor Kurzem der Kulturausschuss des Landkreises Regensburg. Ein zentraler Inhalt der Sitzung war die Vorstellung der Studie „Interkommunales Kulturzentrum Schloss Altenthann – Kloster Frauenzell – Himmelthal“, die von der Bürogemeinschaft Cultheca-Architekturbüro Schubert-Architekturbüro A 2 Lehner Robold im Auftrag der Gemeinden Altenhann und Brennberg erstellt wurde.

Landkreis Regensburg. Nach der Sitzung besichtigten die Kreisrätinnen und Kreisräte – unter jeweils fachkundiger Führung von Bürgermeisterin Irmgard Sauerer und Bürgermeister Harald Herrmann -– zuerst das Kloster Frauenzell sowie nach einer kurzen Fahrt nach Altenthann auch den dortigen ehemaligen Pfarrhof. Eine endgültige Entscheidung über die Umsetzung des Kulturachse-Ost-Leitprojekts kann – so das Fazit – erst dann getroffen werden, wenn die derzeit laufende, vom Landesamt für Denkmalpflege geforderte bauphysikalische Machbarkeitsstudie für das Teilprojekt Kloster Frauenzell abgeschlossen ist. Die Ergebnisse dieser Studie werden für den Herbst 2021 erwartet.

Kulturreferent Dr. Thomas Feuerer stellte den Mitgliedern des Kulturausschusses das Ergebnis der Leitprojekt-Studie „Interkommunales Kulturzentrum Schloss Altenthann – Kloster Frauenzell – Himmelthal“ vor. Die Studie sei bereits im Dezember 2019 in den Gemeinderäten von Altenthann und Brennberg präsentiert worden.

Gesamtkosten für das Projekt Heimatmuseum Altenthann bei 5,4 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für das Projekt Schloss/Pfarrhof Altenthann lägen demnach bei 5,4 Millionen Euro. Davon entfielen 2,8 Millionen Euro auf die Dach- und Fassadensanierung sowie auf die Innensanierung und den Umbau zu Museumszwecken. Für einen zum Museumsbetrieb notwendigen Anbau eines Funktionsgebäudes seien 1,5 Millionen Euro vorgesehen. Für die Bestandssicherung des vorhandenen Stadels und den Umbau zur Nutzung als Museumscaf`e einschließlich der Außenanlagen fielen 1,1 Millionen Euro an. Für den Teil-Ausbau des Klosters Frauenzell sehe die Studie einen grob geschätzten Kostenrahmen von knapp drei Millionen Euro vor.

Überzeugende Gesamtkonzeption nur gemeinsam mit Kloster Frauenzell

Weil das Projekt in Altenthann, so Landrätin Tanja Schweiger, nur in einer engen Verbindung zum Kloster Frauenzell zu einer überzeugenden und ganzheitlichen Gesamtkonzeption führe, solle jetzt – trotz des seit Dezember 2019 vorliegenden Gutachtens – keine Einzelentscheidung zum Pfarrhof Altenthann getroffen werden. Es solle vielmehr das Ergebnis der derzeit laufenden, und für den Herbst des nächsten Jahres erwarteten Machbarkeitsstudie für das Teilprojekt im Kloster Frauenzell abgewartet werden. Dann erfolge eine nochmalige Aktualisierung der Kosten für das Gesamtprojekt. Daraus abgeleitet könne dann ein neuer und finaler Gesamt-Finanzierungsplan entwickelt werden. Auf dieser Grundlage seien dann Beratung und Meinungsbildung in den Beschlussgremien des Landkreises möglich.

Brennbergs zweiter Bürgermeister Franz Löffl nutzte die Gelegenheit, die Ausschussmitglieder bei einem kurzen Zwischenstopp im Himmelthal auf die Bedeutung der dortigen Kulturlandschaft als einzigartigen Naturraum zwischen Altenthann und Frauenzell hinzuweisen. Die kulturhistorische Landschaftsachse zwischen den beiden geschichtlich verbundenen Orten, die Vielfalt der Ökotrope auf engstem Raum oder auch die Ablesbarkeit der Anfänge der Kultivierung der Landschaft dürfe als Alleinstellungsmerkmal des Himmelthals gelten und müsse daher, so Löffl, als Kulturgut bewahrt und gesichert werden.


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