17.09.2020, 15:03 Uhr

Kultur Kunstminister Bernd Sibler nennt Regensburg „naheliegende Lösung“ für Verlegung der Landesausstellung 2021

Ursprünglich sollte die Ausstellung auf Schloss Herrenchiemsee stattfinden.  Foto: Ursula HildebrandUrsprünglich sollte die Ausstellung auf Schloss Herrenchiemsee stattfinden. Foto: Ursula Hildebrand

Bayerns Kunstminister Bernd Sibler (CSU) hält eine Verlegung der Bayerischen Landesausstellung 2021 nach Regensburg für die „einfachste und naheliegende Lösung“. Grund sind die Corona-Auflagen.

Regensburg. Bei der Ausstellung sei mit Hunderttausenden Besuchern zu rechnen, sagte Sibler am Donnerstag, 17. September, am Rande einer Veranstaltung in Freising dem Bayerischen Rundfunk. Daraufhin habe man abgewogen, ob es womöglich Frustration erzeuge, wenn nur ein paar 100 Leute pro Tag in Herrenchiemsee eingelassen werden könnten. Im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg würden dank des Raums für Sonderausstellungen wegen der corona-bedingten Abstandsregelungen mehr Personen die Ausstellung sehen können. Aufgrund der Sonder-Ausstellungsflächen wäre das Museum der Bayerischen Geschichte laut Sibler die „einzig gute Variante“. Die Regensburger seien schon intensiv darauf vorbereitet, so Sibler.

Richard Loibl, der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, sagte dem BR, man müsse jetzt schnellstmöglich einen Ort finden, bei dem man das Ursprungskonzept von Herrenchiemsee gut umsetzen kann. Im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg wäre es „mit großem Aufwand“ möglich, die Landesausstellung 2021 zu zeigen.

Am Mittwoch hatten sich die Verantwortlichen getroffen. Eine finale Entscheidung soll mit den betroffenen Landkreisen in den kommenden Tagen getroffen werden. Die Landesausstellung mit dem Titel „Götterdämmerung II – die letzten Monarchen“ wurde im Frühjahr 2018 an Herrenchiemsee vergeben. Im Mittelpunkt stehen die Jahre vom Tod König Ludwigs II. (1886) bis zum Ende des 1. Weltkriegs (1918) mit dem Niedergang der Monarchien in Deutschland unter Kaiser Wilhelm II. und Österreich mit Kaiser Franz Joseph und seiner aus Bayern gebürtigen Frau Elisabeth, genannt Sissi. Konzipiert war die Ausstellung für die im Rohbau verbliebenen Räume des Schlosses Herrenchiemsee.


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