26.02.2020, 10:31 Uhr

„Literatur findet Stadt“ Die Neuausrichtung einer etablierten Reihe

Dr. Bernhard Lübbers, Direktor der Staatlichen Bibliothek Regensburg, Professorin Dr. Ute Leimgruber, Susanne Borst, Filialleiterin von Bücher Pustet in der Gesandtenstraße, Dr. Carsten Lenk, Geschäftsführer des EBW. Foto: D. Islinger/Staatl. Bibliothek RegensburgDr. Bernhard Lübbers, Direktor der Staatlichen Bibliothek Regensburg, Professorin Dr. Ute Leimgruber, Susanne Borst, Filialleiterin von Bücher Pustet in der Gesandtenstraße, Dr. Carsten Lenk, Geschäftsführer des EBW. Foto: D. Islinger/Staatl. Bibliothek Regensburg

Bereits seit 2015 existiert die Reihe „Literatur findet Stadt“, eine Kooperationsveranstaltung, bisher getragen von der Staatlichen Bibliothek Regensburg und dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg in Kooperation mit Bücher Pustet und mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Regensburg.

Regensburg. Bedeutende Literatinnen und Literaten waren in den vergangenen Jahren im Rahmen dieser Reihe in der Regensburger Dreieinigkeitskirche zu Gast. Darunter etwa Navid Kermani, Reiner Maria Kunze, Arno Geiger oder Sibylle Lewitscharoff. Nun geht der Staffelstab von Professor Dr. Erich Garhammer, der die Reihe bislang inhaltlich begleitete, an Professorin Dr. Ute Leimgruber, Professorin für Pastoraltheologie und Homiletik an der Universität Regensburg, über. Damit verbunden ist auch eine inhaltliche Neuausrichtung. Die Reihe wird jünger, pluraler und weiblicher.

„Wir wollen mit der Reihe ‚Literatur findet Stadt‘ eine Intervention wagen. Uns ist es wichtig zu zeigen, dass unsere Gesellschaft lebenswerter ist, wenn sie liberal, plural und weltoffen ist. Literatur kann hier bewusst Zeichen setzen. Darauf werden wir in den nächsten Jahren verstärkt achten“, so Leimgruber wörtlich. Zugleich soll an dem bewährten Konzept festgehalten werden. Zweimal jährlich kommen etablierte Literatinnen und Literaten nach Regensburg und lesen in der Regensburger Dreieinigkeitskirche aus ihren Werken. Und das ganz bewusst bei freiem Eintritt.

Dr. Bernhard Lübbers, Direktor der Staatlichen Bibliothek Regensburg begründet, warum: „Wir haben von Anfang an auf das „göttliche Gratis“ gesetzt, da wir allen Menschen eine Teilhabe an Kultur ermöglichen wollten. Um trotzdem unsere Unkosten zu decken, bitten wir die Besucherinnen und Besucher der Lesung um eine Spende. Alle sollen den Betrag geben, den sie geben können. Das ist auch eine Form der Solidarität.“ Als erste Literatin nach der Neuausrichtung wird Inger-Maria Mahlke nach Regensburg kommen. Mahlke avancierte in nur wenigen Jahren zu einer der renommiertesten deutschen Schriftstellerinnen und hat sich mit jedem ihrer Bücher thematisch und formal weiter vorgewagt. In ihrem Roman „Archipel“ verbindet sie Privates mit Politischem und führt gekonnt durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen, großer Erwartungen und kleiner Siege. Ein großer europäischer Roman.

„Literatur findet Stadt“ wird veranstaltet von der Staatlichen Bibliothek Regensburg, dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg und der Professur für Pastoraltheologie und Homiletik an der Universität Regensburg, in Kooperation mit Bücher Pustet und mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Regensburg. Die Reihe wurde von Professor Dr. Erich Garhammer initiiert. Seit 2020 begleitet Professorin Dr. Ute Leimgruber die Lesungen im Rahmen von „Literatur findet Stadt“. Der Eintritt zu jeder dieser Lesungen im Rahmen der Reihe „Literatur findet Stadt“ ist frei, um Spenden wird gebeten.


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