21.02.2020, 14:50 Uhr

Landesausstellung Schatz aus dem schwedischen Königshaus nur noch kurze Zeit in Regensburg zu sehen

 Foto: The Royal Court, Sweden/Sven Nilsson Foto: The Royal Court, Sweden/Sven Nilsson

Am 8. März endet die Bayerischen Landesausstellung 2019/2020 „Hundert Schätze aus tausend Jahren“ im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg. „Nutzen Sie die verbleibenden Tage, um den Schatz aus dem schwedischen Königshaus in Augenschein zu nehmen, bevor er zu seinem Leihgeber nach Stockholm zurückkehrt“, so das Haus der Bayerischen Geschichte.

Regensburg. Blicken wir zunächst zurück, genauer gesagt in das Jahr 1632. Der Dreißigjährige Krieg tobte und hatte auch das heutige Bayern fest im Griff. Von Norden zogen die protestantischen Heere der Schweden unter ihrem legendären König Gustav Adolf gegen das katholische Kurbayern. Die Furcht war groß. Doch nicht überall: Einige protestantische Territorien begrüßten die Schweden als Befreier. So auch die Freie Reichsstadt Nürnberg, die mit den Schweden ein Militärbündnis geschlossen hatte. An der Pegnitz wurde Gustav Adolf am 31. März des Jahres 1632 euphorisch empfangen und der Rat der Stadt ließ es sich nicht nehmen, ein ganz besonderes Geschenk zur Begrüßung zu überreichen: einen prunkvollen goldenen Pokal, der einen vom antiken Helden Herkules getragenen und von der Ruhmesgöttin Fama gekrönten Erdglobus darstellt. Gefertigt worden war dieses Wunderwerk vom berühmten Nürnberger Goldschmied Christoph Jamnitzer. Bis heute befindet sich das kostbare Geschenk in den Kunstsammlungen des schwedischen Königshauses in Stockholm.

Der Pokal ist eines von hundert ausgewählten Exponaten der Bayerischen Landesausstellung „Hundert Schätze aus tausend Jahren“, nur noch bis 8. März 2020 im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg zu sehen.


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