03.10.2019, 21:43 Uhr

Historisches Museum Regensburg Depotobjekt des Monats – eine Brettspiel-Kassette aus Eger

Die Brettspiel-Kassette in aufgeklapptem Zustand. (Foto: Museen der Stadt/Preischl)Die Brettspiel-Kassette in aufgeklapptem Zustand. (Foto: Museen der Stadt/Preischl)

Das Historische Museum Regensburg zeigt in einer Serie eine spannende Auswahl der Schätze aus den Museumsdepots. Aktuell zu sehen: eine wertvolle Brettspiel-Kassette aus Eger aus dem 17. Jahrhundert.

REGENSBURG Seltenes, Wertvolles, Kurioses – viele Schätze schlummern in den Depots der städtischen Museen. Die Reihe „Depotobjekt des Monats“ zeigt eine interessante Auswahl. Über das Jahr hinweg wird im Historischen Museum pro Monat ein Objekt, das sonst unzugänglich verwahrt wird, öffentlich gezeigt. So stellt die Präsentationsreihe die ganze Bandbreite der kunstgeschichtlichen, kulturhistorischen und archäologischen Objekte unter Beweis, die sich im Besitz der Museen der Stadt Regensburg befinden.

Da die Depots der Museen nicht öffentlich zugänglich sind, bietet die Reihe die einmalige Gelegenheit, gewissermaßen hinter die Kulissen zu blicken und Objekte zu erleben, die normalerweise dem Auge des Besuchers entzogen sind. In Zukunft werden sie zusammen mit zahlreichen anderen Sammlungsstücken im geplanten neuen Depot der Museen der Stadt Regensburg aufbewahrt werden.

Aktuell ist vom 1. bis 30. Oktober eine wertvolle Brettspiel-Kassette aus Eger aus dem 17. Jahrhundert zu sehen. Auf der Vorderseite ist eine aufwändige Illustration in Form einer Holzeinlegearbeit zu sehen. Auf der Rückseite befindet sich ein Spielfeld für Schach und Dame. Wenn man die Kassette aufklappt, erscheint im Inneren ein Spielfeld für Trictrac. Die Kassette wurde von den Museen der Stadt Regensburg im Jahr 1937 auf einer Auktion erworben – aus Beständen eines 1935 mit Berufsverbot belegten jüdischen Kunsthändlers in München. Das Objekt wird im Rahmen der Provenienzforschung bei den Museen der Stadt Regensburg im Hinblick auf seine Herkunftsgeschichte und zur Erbenermittlung möglicher Anspruchsteller untersucht.

Zur Brettspiel-Kassette und ihrer Provenienz finden am Donnerstag, 10. Oktober, und am Donnerstag, 17. September, jeweils um 12 Uhr im Historischen Museum Führungen mit einer Dauer von 15 bis 20 Minuten statt. Der Besuch der Führung ist mit dem Erwerb eines Museumstickets möglich.


0 Kommentare