04.09.2019, 11:37 Uhr

Umfangreiches Programm „Tag des offenen Denkmals“ im Landkreis Regensburg

(Foto: Raffael Parzefall)(Foto: Raffael Parzefall)

Am kommenden Sonntag, 8. September, findet zum 26. Mal der Tag des offenen Denkmals statt. Dabei öffnen historische Bauwerke, die sonst oft nicht öffentlich zugänglich sind, ihre Pforten. Auch im Landkreis Regensburg sind wieder zahlreiche Denkmäler zu besichtigen.

LANDKREIS REGENSBURG Der europweite Tag des offenen Denkmals steht heuer unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Umbrüche zeigen sich neben den technischen Entwicklungen der Materialien und ihrer statischen Möglichkeiten auch in der Gesellschaftsentwicklung und ihren neuen Anforderungen an die Architektur, sowie am Wandel in der Nutzung über die Jahrhunderte.

In fachkundigen Führungen kann man sich an konkreten Beispielen über die Aufgaben und Tätigkeiten der Denkmalpflege informieren. Ziel des Tages des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Auf die Besucher wartet ein abwechslungsreiches Programm mit meist kostenlosen Veranstaltungen:

•In Donaustauf ist der Chinesische Turm im Fürstengarten von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Um 15 Uhr wird von Bernd Kellermann, Redakteur beim Bayerischen Rundfunk, ein Vortrag zum Thema „Ist alles Fake News“, mit anschließender Diskussion gehalten. Um 16 Uhr erfahren Besucher von Ernestine Kastenmeier allgemein Wissenswertes über den Turm.

•Durch den Dachstuhl der Walhalla bei Donaustauf führt um 11 Uhr Dr.-Ing. Alexander Wiesneth und berichtet über Eiseningenieurskunst des 19. Jhd. (Anmeldung erforderlich unter befreiungshalle.kelheim@bsv.bayern.de oder Tel. 09441 6820710).

•Bei der Führung durch die Wallfahrtkirche St. Salvator bei Donaustauf geht es um die Entstehungsgeschichte der Wallfahrt und die kunsthistorische Bedeutung der Kirche. Treffpunkt ist um 14 Uhr beim Historischen Armen Spital (Walhallastr. 9), wo man anschließend einkehren kann.

•In Köfering ist von 11 bis 18 Uhr die wieder aufgebaute Barockkanzel der Pfarrkirche St. Michael zu besichtigen. Vertreter des Ingenieurbüros Siegmüller und der „Kanzelfreunde“ geben Erläuterungen zum Verbleib der Kanzel in den letzten 50 Jahren und zum Werdegang der Restaurierung.

•Das Schloss Spindlhof mit Schlosskirche und Park in Regenstauf kann von 14 bis 18 Uhr besucht werden. Stündlich werden von Hausleiter Wolfgang Stöckl Führungen zum Thema „Vom historischen Schloss zur modernen Kirche“ angeboten. Für Verpflegung sowie ein musikalisches Rahmenprogramm durch die Regenstaufer Musikanten ist gesorgt.

•In St. Bäuml bei Thalmassing werden von Alexander Dewes, langjähriger Kirchen- und Burgenführer, und Raffael Parzefall, Ortsheimatpfleger, Führungen durch die mittlerweile frisch renovierte Wallfahrtskirche St. Bäuml um jeweils 11, 13 sowie 15 Uhr angeboten. Der Katholische Frauenbund Thalmassing bietet Kaffee und Kuchen an.

•Bei einer Führung durch die Kirche St. Heinrich und Kunigunde in Pentling berichtet Prof. Dr. Hans Weigert, Ortsheimatpfleger Pentlings, über die Geschichte der jüngsten Kirche im Gemeindebereich.

•Das Heimat- und Bauernmuseum von Pius Detterbeck in Oberhinkofen (Oberhinkofen, Hauptstr. 10) bei Obertraubling ist von 14 bis 17 Uhr für Besucher zugänglich.

•In Alteglofsheim, an der Straße in Richtung Moosham, kann die Wieskapelle „Zum gegeißelten Heiland“ nach fertig gestellter Sanierung von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden.

•Um 10.30 und 15 Uhr bietet Ortsheimatpfleger Bruno Gallhuber in Kallmünz Führungen zum Thema „Umbrüche in Funktion, in der Malerei, im Baustil und im Baumaterial“ an (Treffpunkt Tourismusbüro im Alten Rathaus). Unter anderem geht es zur Vilsmühle, zum Pertholzhofener Schlösschen und vorbei am Raitenbucher Schloss. Auch die Besitzer haben sich teils bereit erklärt, ein paar Worte zu sagen.


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