19.07.2019, 13:57 Uhr

Kultur Sonderführungen in der Walhalla mit einem Besuch der Halle der Erwartung

(Foto: Ursula Hildebrand)(Foto: Ursula Hildebrand)

Die Bayerische Schlösserverwaltung lädt am Donnerstag, 25. Juli, zu einer ganz besonderen Führung ein. Um 10, 12 und um 14 Uhr erläutert der zuständige Museumsreferent Thorsten Marr den Teilnehmern die Aufstellung der Büsten vom 19. Jahrhundert bis heute. Auch das unter König Ludwig I. geplante und nie umgesetzte Aufstellungsprocedere sowie das Auswahlverfahren werden vorgestellt. Als Höhepunkt dürfen die Besucher die (nicht ausgebaute) Halle der Erwartung im Unterbau der Walhalla besichtigen.

DONAUSTAUF Zur Eröffnung im Jahr 1842 wurden 160 Personen mit 96 Büsten und 64 Gedenktafeln geehrt. Seit 1962 werden die ursprünglich 96 Büsten in Abständen von fünf bis sieben Jahren immer wieder ergänzt. Die Auswahl erfolgt durch den bayerischen Ministerrat auf Empfehlung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Momentan sind 131 Büsten zu sehen. Jüngster Neuzugang ist die Ende Mai 2019 aufgestellte Büste der Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867 bis 1945). Die Walhalla wird seit 2016 von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut.

Der klassizistische Bau wurde von dem Architekten Leo von Klenze im Auftrag König Ludwigs I. erbaut. Ursprünglich war geplant, im Unterbau der Walhalla eine „Halle der Erwartung“ einzurichten. Dort sollten ausgewählte Büsten noch lebender Personen aufbewahrt und nach deren Tod in einer feierlichen Prozession in die Haupthalle emporgetragen werden. Die Halle der Erwartung wurde jedoch nie ausgebaut, weshalb die Idee vom „himmlischen“ Aufstieg der Verstorbenen ins „Reich der gefallenen Helden“ nicht realisiert wurde. Damit konnte auch das Ritual weder von großen Besuchergruppen begleitet noch als zentraler Akt kollektiven Erinnerns etabliert werden.

Treffpunkt ist im Hauptraum der Walhalla, die Führung ist kostenlos, es ist nur der reguläre Eintritt zu zahlen. Interessierte melden sich per Mail an befreiungshalle.kelheim@bsv.bayern.de an. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen pro Führung begrenzt. Zudem müssen die Teilnehmer wegen der eingeschränkten Verkehrssicherheit im Unterbau der Walhalla einen Haftungsausschluss unterzeichnen.


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