21.01.2019, 20:24 Uhr

Bauten aus der Nachkriegszeit Gebäudekomplex der OTH Regensburg an der Prüfeninger Straße unter Denkmalschutz gestellt


Mit dem Gebäudekomplex der OTH Regensburg an der Prüfeninger Straße 58 verfügt Regensburg über „ein in Bayern nur noch selten anzutreffendes zeitgeschichtliches und bauhistorisches Dokument von hoher Dichte und Aussagekraft aus der Zeit des westdeutschen Wiederaufbaus der Adenauer-Ära“.

REGENSBURG Mit diesen Worten beschreibt Stefan Krabatsch, Abteilungsleiter im Bereich Hochschulbau des Staatlichen Bauamts Regensburg, die Bedeutung der in den 1950er und 1960er Jahren entstandenen Bauten am Standort Prüfening der OTH Regensburg. Im Rahmen der sogenannten Nachqualifizierung von Bauten aus dieser Zeit haben deshalb das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege und die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Regensburg den Standort als Baudenkmal eintragen lassen. „Der Denkmalschutz für unser Gebäude in Prüfening hebt die Besonderheit unseres Stammsitzes hervor und ist eine Auszeichnung für die OTH Regensburg“, freut sich Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg.

In den zwei- bzw. dreigeschossigen Bauten sind gegenwärtig neben der Fakultät Architektur, Teile der Fakultät Bauingenieurwesen und der Verwaltung der OTH Regensburg inklusive der Hochschulleitung untergebracht. Außerdem befinden sich hier ein Standort der Hochschulbibliothek, Seminarräume für die Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften sowie eine Cafeteria. Errichtet wurden die Gebäude im Wesentlichen in zwei Bauabschnitten für die frühere Bauschule und das ehemalige Johannes-Kepler-Polytechnikum, wobei die Substanz weitgehend im Originalzustand erhalten ist. Für den ersten Bauabschnitt aus dem Jahr 1952 zeichnete Architekt Hans Wenz verantwortlich, für den zweiten aus den Jahren 1958 bis 1961 Architekt Hans Beckers. Beide Bauabschnitte weisen sehr hochwertige, künstlerische Wandgestaltungen auf, zum einen von Jo Lindinger, zum anderen von Willi Ulfig.


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