07.07.2018, 14:00 Uhr

Führung Neue Beobachtungen im Kunstforum Ostdeutsche Galerie

(Foto: Dita Lamačová)(Foto: Dita Lamačová)

„New Observations“ ist nicht nur ein zentrales Ausstellungsstück in der Regensburger Schau für den renommierten Konzeptkünstler Roman Ondak. Mit dem Stichwort „Neue Beobachtungen“ bietet die raumfüllende Bildergalerie aus Alltagsszenen, die aus einem wissenschaftlichen Buch zur außersprachlichen Kommunikation stammen, einen Schlüssel zu Ondaks gesamtem Werk. Bei der Expertenführung am Donnerstag, 12. Juli, ergründen die Professorin für Medienästhetik Christiane Heibach von der Universität Regensburg und die Kuratorin der Ausstellung, Nina Schleif, um 19 Uhr zunächst „New Observations“, um dann die Brücke zu weiteren Kunstwerken in der Ausstellung zu schlagen.

REGENSBURG „New Observations“ (1995/2018) ist die Fortsetzung der älteren Installation „Observations“, die Ondak bereits 2012 mit großer Resonanz auf der documenta 13 gezeigt hatte. Beide Arbeiten gehen von einem wissenschaftlichen Werk der 1950er Jahre aus, das zwischenmenschliche Kommunikationsformen mittels zahlreicher Bilder aus Alltagssituationen untersucht. Diese Abbildungen entnimmt der Künstler dem Buch inklusive ihrer erklärenden Unterschriften und präsentiert sie im Raum: So entstehen unerwartete Bezüge und neue Beobachtungsdimensionen, aber auch die

Notwendigkeit für den Besucher, sich zu bewegen.

Das Prinzip der Blickverschiebungen durch Neuanordnungen von Gegenständen lässt sich ebenso bei anderen Werken Ondaks beobachten. Bei der Expertenführung am Donnerstag, 12. Juli, um 19 Uhr erkunden Medienwissenschaftlerin Dr. Christiane Heibach von der Universität Regensburg und Kuratorin Dr. Nina Schleif die von Roman Ondak provozierte Demontage des „richtigen“, des ursprünglichen Blicks. Die Besucherinnen und Besucher sind zur gemeinsamen Diskussion vor den Werken eingeladen.

Christiane Heibach ist seit April 2016 Professorin für Medienästhetik am Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur der Universität Regensburg. Sie wurde 2000 mit einer Arbeit zu Literatur im Internet an der Universität Heidelberg promoviert und habilitierte sich 2007 an der Universität Erfurt mit einer Studie über multimediale Aufführungskunst. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Medienästhetik, Multi- und Intermedialität sowie Theorie und Ästhetik Digitaler Medien.


0 Kommentare