26.02.2018, 16:31 Uhr

Geschichte Was soll bleiben? Archive in Stadt und Landkreis öffnen ihre Pforten

Dr. Camilla Weber führt Interessierte am Tag der Archive durch ihr Reich und zeigt Schätze. Foto: ceDr. Camilla Weber führt Interessierte am Tag der Archive durch ihr Reich und zeigt Schätze. Foto: ce

Zum ersten Mal nehmen Archive von Stadt und Landkreis Regensburg gemeinsam am alle zwei Jahre stattfindenden „Tag der Archive“ teil und präsentieren von 2.bis 4. März ihre Bestände der Öffentlichkeit. Passend zum diesjährigen Europäischen Kulturerbejahr werden unter dem Motto „Was soll bleiben? Die Vielfalt kultureller Überlieferung“ werden neben Archivführungen auch Ausstellungen von Originaldokumenten für das interessierte Publikum angeboten. Der Eintritt ist frei.

REGENSBURG Aus dem Landkreis Regensburg beteiligen sich insgesamt sieben Archive. Bereits am Freitag kann man ab 17 Uhr einen Blick in das Gemeindearchiv Mintraching werfen. Auch das Marktarchiv Regenstauf bietet um 18, 19 und 20 Uhr jeweils eine Führung durch seine Räumlichkeiten an. Am Samstag öffnet das Gemeindearchive Wolfsegg von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr seine Pforten. Ebenso kann an diesem Tag das Stadtarchiv Wörth/Hofdorf von 17.30 bis 19.30 Uhr besichtigt werden. Am Sonntag laden das Gemeindearchiv Pettendorf (9 bis 12 Uhr), das Stadtarchiv Wörth/Hofdorf (10 bis 12 Uhr), das Gemeindearchiv Sünching (14 Uhr bis 18 Uhr) und das Gemeindearchiv Pentling alle interessierten Besucher ein. Mitarbeiter des Vereins „Kommunale Archivpflege im Landkreis Regensburg e.V.“ bearbeiten dort derzeit im Auftrag der Gemeinde das kommunale Archiv und bieten an diesem Tag drei Führungen (jeweils um 14, 15 und 16 Uhr) an. Es werden die neu geordneten Bestände der Altgemeinden Matting, Graßlfing, Poign, Hohengebraching, Neudorf und Großberg präsentiert, die erstmals verzeichnet wurden und nun über eine Archivsoftware recherchierbar sind. Außerdem geben die Archivare Einblicke in ihre praktische Arbeit und stehen im Rahmen der Führungen für Fragen rund um das Archiv und den Verein zur Verfügung.

In der Stadt Regensburg nehmen das Archiv des St. Katharinenspitals, das Bischöfliche Zentralarchiv, das Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv, das Stadtarchiv sowie das Universitätsarchiv teil und öffnen am Samstag, den 3. März ihre Lesesäle und Magazine von 11 Uhr bis 16 Uhr. Ab 11 Uhr werden von allen Archiven Führungen im Zweistundentakt angeboten. Zudem sind einige Ausstellungen zu sehen, die unter anderem auch das bundesweite Archivtagsmotto „Demokratie und Bürgerrechte“ aufgreifen: Im Archiv des Katharinenspitals werden unter dem Titel „Eine Gemeinschaft – drei Gremien – vier Wahlen. Mitbestimmung im St. Katharinenspital (1226-2018)“ die Wahlen zu Spitalrat, Spitalmeister, Mitarbeitervertretung und Heimbeirat quer durch alle Epochen thematisiert. Im Universitätsarchiv wird mit einer kleinen Ausstellung der Bedeutung von Archiven in demokratischen Gesellschaften nachgespürt. Anhand von anhand von Fotos, Protokollen und Wahlplakaten können die Besucher den demokratischen Aspekten des universitären Lebens auf den Grund gehen. Das Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv wird eine kleine Präsentation von auserwählten Archivalien und besonderen Gegenständen in der Hofbibliothek zeigen. Zudem wird der berühmte Asamsaal, der barocke Bibliothekssaal des Klosters St. Emmeram geöffnet sein.


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