24.01.2018, 12:34 Uhr

Drei Fragen an Andine Pfrepper – „Als Schauspielerin kann man alles sein!“

(Foto: Christina Iberl)(Foto: Christina Iberl)

Andine Pfrepper ist Schauspielerin am Stadttheater in Regensburg. Im Wochenblatt-Interview verrät sie, was sie an der Schauspielerei fasziniert, wie sie in Regensburg gelandet ist und welche Schwierigkeiten der Beruf bereithält.

REGENSBURG War es schon immer Dein Traum, einmal als Schauspielerin auf der Bühne zu stehen?

Ich wollte am Liebsten alles werden: Ärztin, Anwältin, Malerin, Pferdeflüsterin … Und als Schauspielerin kann man alles mal sein! Ich bin schon als Kind oft ins Theater gegangen und das hat mich fasziniert. Dann habe ich erfahren, dass man das studieren kann und mich mit 17 Jahren in Leipzig, meiner ursprünglichen Heimat, beworben. Die meinten dann, ich sei ja ganz süß, sollte aber lieber nochmal ein Jahr zur Schule gehen. Hab ich dann auch gemacht und wurde danach in Berlin an der Hochschule für Schauspielkunst ‚Ernst Busch‘ genommen und habe dort mein Diplom gemacht.

Und wie kamst Du dann nach Regensburg?

Jemand hatte mich in Berlin spielen sehen und hier her empfohlen. Am Abend vor dem Vorsprechen bin ich über die Steinerne Brücke gelaufen, habe den Dom und die Altstadt gesehen und da hat es gekribbelt. Und als ich dann das Angebot fürs Festengagement bekommen habe, habe ich mich total gefreut! Mit dem Dialekt habe ich mich am Anfang manchmal schwergetan und nicht alles verstanden. Aber inzwischen habe ich auch eine kleine bayerische Sprachfärbung abbekommen und das Bayerische fühlt sich nach Heimat an.

Bist du auf der Bühne eine andere Andine als privat?

Natürlich kann man nicht komplett raus aus seiner Haut. Aber man kann sich ausprobieren und auf der Bühne Sachen machen, die man privat vielleicht nicht so ausleben könnte. Ich habe auf jeden Fall Lust auf intensive Gefühle, ich möchte was erleben: Als Elisabeth in Maria Stuart kann ich große Emotionen zulassen, da fließen Tränen, da fließt der Schweiß. Das ist schon toll. Man muss mutig und offensiv in die Szenen einsteigen, immer im Moment sein, denn das, was auf der Bühne passiert, passiert für das Publikum zum ersten Mal.


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