21.12.2017, 17:58 Uhr

Kultur Der Landkreis Cham saniert die Burganlage Wetterfeld

(Foto: LRA Cham)(Foto: LRA Cham)

Der Landkreis Cham nimmt seine Verantwortung als Eigentümer des Torhauses der ehemaligen Burganlage Wetterfeld ernst. In einem ersten Bauabschnitt wurde Ende Oktober 2016 bis zum Frühjahr 2017 die Stützmauer zum Burggraben gesichert und saniert.

WETTERFELD/LANDKREIS CHAM Landrat Franz Löffler teilt mit, dass in einem zweiten Bauabschnitt im Jahr 2018 noch die Außenmauern des Torhauses saniert werden sollen. Die Sanierungsmaßnahmen kosten insgesamt 137.000 Euro. Löffler freut sich, dass Ministerpräsident Horst Seehofer als Vorsitzender der Bayerischen Landesstiftung jetzt einen Zuschuss in Höhe von 10.400 Euro zugesagt hat. Der Bezirk Oberpfalz beteiligt sich mit 6.500 Euro.

Das Torhaus der Wasserburg Wetterfeld befindet sich seit 1965 im Eigentum des früheren Landkreises Roding. Im Zuge der Gebietsreform ist der Landkreis Cham als Rechtsnachfolger am 1. Juli 1972 Eigentümer geworden. Auf dem Grundstück des Landkreises befinden sich auch Teile der Stützmauer zum Burggraben. Die Räume im Torhaus der ehemaligen Burganlage waren bis 1981 noch bewohnt und werden seit 1982 als Jugendgruppenräume von der KLJB Wetterfeld genutzt. Die Räume der KLJB im Torhaus wurden bereits im Jahre 2015 saniert und brandschutztechnisch ertüchtigt. Durch langjährigen Wassereindrang in das Bruchsteinmauerwerk der Stützmauer und durch Staunässe von der Mauerrückseite her waren Fugenauswaschungen und dadurch die Lockerung von Bruchsteinen und Rissebildungen im Mauerwerk die Folge. In einem ersten Bauabschnitt wurde 2016/2017 die dem Burggraben zugewandte Seite der Stützmauer durch die Ergänzung von fehlenden Steinen, Neuverfugung und Einbau von Edelstahlankern statisch wieder gefestigt. Zusätzlich wurden Hohlräume im Mauerinneren mit Traßkalkmörtel verpresst. Nach Stabilisierung der dem Burggraben zugewandten Mauerschale wurde die Mauerrückseite vom Erdreich freigelegt und ebenfalls saniert. Um künftig weiteren Wassereindrang von der Hangseite her möglichst zu vermeiden, wurde an der Mauerrückseite zusätzlich eine Drainage verlegt und die Baugrube mit Schotter aufgefüllt.

Vorbehaltlich der Mittelbereitstellung werden in einem zweiten Bauabschnitt 2018 noch die Außenmauern des Torhauses saniert. Die Sanierungsmaßnahmen sind mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt.


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