24.11.2017, 14:13 Uhr

Drei Fragen an User Experience Designer Stefan Bickelmann: „Apps müssen verständlich sein“

(Foto: Bickelmann)(Foto: Bickelmann)

Der Regensburger Stefan Bickelmann ist User Experience Designer und befasst sich mit der Entwicklung von Apps und Webseiten. Dem Wochenblatt verrät er im Interview spannende Details über seinen Arbeitsalltag.

REGENSBURG Unter einem User Experience Designer kann sich nicht jeder etwas vorstellen – was genau machen Sie?

Die Bandbreite im digitalen Bereich ist natürlich sehr groß: Apps zum Beispiel nutzen dann aber doch die meisten. Bei der Entwicklung von Apps, Webseiten und so weiter arbeite ich fast immer im Team: Man braucht Designer, Entwickler, Projektmanager, Backendentwickler und Frontendentwickler – je nach Umfang des Projekts. Die Projekte können in wenigen Wochen oder aber auch erst in einigen Monaten abgeschlossen sein. Ich kümmere mich unter anderem um das Interface, also um das, was der Nutzer am Ende tatsächlich auf dem Bildschirm sieht.

Und auf was müssen Sie da besonders achten?

Ich halte es für wichtig, diese digitalen Produkte, Webseiten, Apps et cetera, für die Nutzer möglichst zugänglich und verständlich zu gestalten. Die Komplexität muss reduziert werden. Wichtig ist mir, dass der Nutzer zu jedem Zeitpunkt weiß: Wo bin ich? Und was passiert gerade? Ich klicke auf ein Produkt, bestelle und dann sehe ich, wie sich im Warenkorb die Produktsumme erhöht. Das ist ganz wichtig, dass der Benutzer Feedback bekommt. Ich finde, man muss auch nicht alles machen, nur weil es die Möglichkeit dazu gibt – Virtual Reality ist so ein Beispiel. Manche Dinge werden eingesetzt, weil sie da sind, nicht, weil sie Sinn machen.

Manche Kinder wollen Feuerwehrmann oder Astronaut werden – und Ihr Traum war schon immer User Experience Designer?

Vielleicht nicht ganz so explizit. Aber was mich schon immer fasziniert hat, war der Umgang und die Handhabung von Problemlösungsprozessen. Ich habe dann meine Mediengestalterausbildung hier in Regensburg gemacht und nebenher beim Sozialen Netzwerk als Designer gearbeitet. Bei mir war es schon immer die Leidenschaft, einfache und handhabbare Lösungen zu finden, die mich angetrieben hat.


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